Die Berliner Senatsverwaltung hat den Neubaubedarf nach Ansicht des Immobilienverbands Deutschland (IDV) zu knapp kalkuliert. Mit den 15.000 bis 20.000 geplanten neuen Wohneinheiten pro Jahr liege die Senatsverwaltung "am unteren Ende der Bandbreite der Prognoserechnungen", kritisiert Marco Wölfle, Wissenschaftlicher Leiter des Center for Real Estate Studies in Freiburg, der den IVDQuartalsbericht im Auftrag des Verbandes erstellt hat. Bedingt durch die Flüchtlingskrise erwartet der Wissenschaftler im laufenden und im nächsten Jahr in Berlin einen Bedarf, der eher dem dreifachen Wert entsprechen dürfte. Laut Statistischem Bundesamt hat der Bestand an Wohneinheiten in Berlin im Fünfjahreszeitraum lediglich um 23.000 Einheiten zugenommen, mittlerweile hat die Zahl der Baugenehmigungen aber deutlich zugenommen.
Immobilienverband sieht höheren Neubaubedarf: Senatsverwaltung plant zu knapp
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