Investmentwohnungen Berlin-Friedrichshain - Samariterkiez Modernisierte Altbauwohnungen mit stabiler Vermietungslage
Gute Lage, nachhaltige Investments, hohe Nachfrage und Entwicklungschancen
Letztes Update: 12.11.2025
In Friedrichshain sind Vorkriegsästhetik und DDR-Kultur und ein agiler, junger Mindset zu einer globalen Legierung zusammengeschmolzen. Der aufregende Mix aus verschiedenen Epochen und Lebensgeschichten ist sicht- und spürbar und macht die DNA der Bewohner aus. Hier ist nichts altbacken, sondern ein einzigartiger, lebendiger Vibe. Der aktuelle Median Angebotspreis in Friedrichshain: 6.000 EUR/m²
Präsentiert vom datengetriebensten Immobilienmakler in Berlin. Hier ist Ihr umfassender Bericht über den Immobilienmarkt Friedrichshain, Stand 12.11.2025 .
Friedrichshain, einst ein Arbeiterbezirk und im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen, hat sich zu einem pulsierenden Zentrum Berlins entwickelt. Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart, Ost und West, Moderne und Tradition aufeinander und verschmelzen zu einem faszinierenden Ganzen. Friedrichshain hat den Ruf Berlins als Zentrum der Berliner Clubszene mitbegründet. Hier feierte die Avantgarde der elektronischen Musik ihren größten Hype.
Die Architekturlandschaft von Friedrichshain ist ebenso vielfältig wie die Menschen, die hier leben. Alte Speicher und Kühlhäuser am Spreeufer, Stalin-Bauten entlang der Karl-Marx-Allee und Plattenbauten prägen das Bild des Bezirks. Friedrichshain besteht aus lebendigen innerstädtischen Quartieren in allen Lagen und Typologien, die von der Kulturszene, Bars und Cafés genutzt werden. Die East Side Gallery, ein 1,3 km langer Abschnitt der Berliner Mauer, zieht jedes Jahr tausende Touristen an und erinnert an die Zeit von 1961 bis 1989. Straßenmärkte, Vintage-Läden und unabhängige Boutiquen machen den Bezirk zu einem beliebten Wochenendspot.
Bestand
Neubau
In Friedrichshain dominiert die Baujahresklasse 1900 bis 1920 den Markt. Die preisliche Abgrenzung vom Bestand zum Neubau ist verhältnismäßig scharf und erfolgt im Bereich um 7.500 EUR/m². Interessanterweise gibt es weniger Überlagerungen von Neu- und Altbau als in anderen Bezirken. Die Baujahresklasse von 1950 bis 1978 spielt eine untergeordnete Rolle, da die meisten Objekte aus dieser Zeit kommunale Bestände sind. Im Bestandssegment sind die Immobilienpreise in Friedrichshain in den vergangenen 10 Jahren um etwa 95,20 % gestiegen. Wer im Vergleichszeitraum vor 10 Jahren eine Immobilie in Friedrichshain erwarb, zahlte im Durchschnitt rund 3.080 EUR/m². Die aktuellen Angebotspreise liegen bei rund 6.000 EUR/m² für Bestandswohnungen und bei rund 9.110 EUR/m² für Neubauwohnungen.
| Zeitraum | Bestand Median Angebotspreis | Index (Basis 10 Jahre = 100) | Neubau Median Angebotspreis | Index (Basis 10 Jahre = 100) |
|---|---|---|---|---|
| Aktuelles Quartal | 6.000 EUR/m² | - | 9.110 EUR/m² | - |
| 1 Jahr | 6.030 EUR/m² | -0,40 % | 9.140 EUR/m² | -0,30 % |
| 3 Jahre | 5.930 EUR/m² | 1,30 % | 9.440 EUR/m² | -3,50 % |
| 5 Jahre | 5.030 EUR/m² | 19,40 % | 8.360 EUR/m² | 8,90 % |
| 10 Jahre | 3.080 EUR/m² | 95,20 % | 4.470 EUR/m² | 104,00 % |
Das Kaufangebot für Wohnungen in Friedrichshain stabilisiert sich. Im 12-Monats-Zeitraum wurden etwa 2.280 Bestandswohnungen angeboten. Das Preissegment von 5.000 bis 7.500 EUR/m² überwiegt.
Im Segment der Neubauwohnungen wurden im 12-Monats-Zeitraum etwa 580 Einheiten angeboten. Der durchschnittliche Listenpreis für Eigentumswohnungen in Neubauprojekten in Friedrichshain liegt bei rund 9.110 EUR/m².
Das Bubble Chart zeigt die Angebotssituation der vergangenen 12 Monate auf dem Immobilienmarkt in Friedrichshain. Die Farben markieren die Baujahresklassen, die Größe der Bubbles die Quantität der Angebote, die Lage im Koordinatensystem Preisradius (Quadratmeter) und Wohnungsgrößen.
Friedrichshain war auch angesichts der allgemeinen Marktschwäche in Folge der Einflüsse von Ukrainekrieg, Inflation und Zinswende außerordentlich wertstabil. Die lineare Preisentwicklung der Vorjahre ist einer Seitwärtsbewegung auf hohem Kaufpreisniveau gewichen. Die Nachfrage für freie Wohnungen ist sehr gut, vermietete Wohnungen machen derzeit nur etwa 10 Prozent des Transaktionsvolumens aus. Das Wohnungsdefizit ist in fast allen Quartieren substanziell hoch und in den Straßenzügen rund um den Boxhagener Platz, im Samariterviertel und am Traveplatz am höchsten. Insgesamt ist Friedrichshain im Süd-Osten demographisch am jüngsten und Richtung Westen, im Quartier entlang der Andreasstraße etwas älter. Der Bezirk profitiert sehr vom Zuzugsmix junger, gut ausgebildeter Käuferschichten, die zum steigenden Haushaltseinkommen in Friedrichshain beitragen und nebenbei im Bezirk die Akzeptanz für Wohneigentum fördern. Neben den zentralen und von jungen Käuferschichten nachgefragten Quartieren entwickeln sich auch die nördlich der Frankfurter Allee gelegenen Lagen gut. Für Friedrichshain sehen wir in 2025 die Rückkehr zu einer Wertsteigerung im Bereich von 2 bis 5 Prozent.
Der Häuserbestand in Friedrichshain beträgt rund 4.400 Wohnhäuser. Eine erste Modernisierungs- und Neubauwelle fand bereits um die Jahrtausendwende statt, meist unter Nutzung von IBB Fördermitteln und rettete nicht nur viele fast unbewohnbare Miethäuser vor dem Aus, sondern war auch die Initialzündung für die Entwicklung von Trendlagen und internationalen Quartieren, insbesondere östlich der Warschauer Straße und nördlich von Karl-Marx- und Frankfurter Allee.
Der Mittelwert für MFH in Friedrichshain liegt dem Gutachterausschuss Berlin zufolge aktuell (Stand 2026) bei rund 2.030 EUR/m² Wohnfläche. Der mittlere Faktor liegt beim 22,5-fachen der Jahresnettokaltmiete. Gerne beraten wir Sie zu Strategie, Wert und Optimierung Ihres MFH in Friedrichshain.
| Verkaufsjahr | ∑ Transaktionen | ⌀ Verkaufspreis (wfl) pro m² (€) | ⌀ Verkaufspreis Vielfaches | ∆% Verkaufspreis (wfl) pro m² (1 Jahr) |
|---|---|---|---|---|
| 2018 | 29 | 3.400 | 35,3 | |
| 2019 | 37 | 2.940 | 36,4 | -14% |
| 2020 | 24 | 2.790 | 31,1 | -5% |
| 2021 | 39 | 3.250 | 34,1 | 16% |
| 2022 | 20 | 2.940 | 36,3 | -10% |
| 2023 | 18 | 2.550 | 28,2 | -13% |
| 2024 | 10 | 2.030 | 22,5 | -20% |
Die Wohnlagen in Friedrichshain reichen von einfachen Lagen im nördlichen Friedrichshain über einfache bis mittlere Lagen im Zentrum, hin zu guten Wohnlagen in den Wohnquartieren auf der Stralauer Halbinsel und in den neuen Stadtquartieren entlang der Spree. Während im westlichen Friedrichshain überwiegend Plattenbauten das Straßenbild prägen, dominieren im Osten Altbauten aus der Gründerzeit. Die Quartiere nördlich und südlich des ehemaligen stalinistischen Boulevards an der Karl-Marx- und Frankfurter Allee sind sehr beliebt. Die meisten Lagen in Friedrichshain zeichnen sich durch sehr gute Verkehrsanbindungen und durch kurze Wege in benachbarte Quartiere oder zentrale Hotspots aus. Die Dichte von Restaurants und Cafés ist hoch. Sehr gefragt unter internationalen Käufern, Studenten und bei jungen Leuten sind die einschlägigen Szenekieze wie Samariter- und Boxhagener-Kiez der durch die familiäre Atmosphäre der Revaler Straße und die Urbanität der Warschauer Straße / Frankfurter Allee eingefasst wird. Gleich nebenan liegt der Simon-Dach-Kiez mit Nebenstraßen und hoher Konzentration von Bars, Clubs, Kneipen und Restaurant.
Die Neuvertragsmieten für Bestandwohnungen in Friedrichshain haben sich gegenüber dem Vorjahr über alle Wohnlagen um etwa 11,50 % auf rund 17,45 EUR/m² korrigiert. Wie schon in den vergangenen Jahren differenzieren sich die Angebotsmieten in Friedrichshain auch 2026 zunehmend nach Mikrolage aus. In den südlich der Frankfurter Alle liegenden Kiezlagen sind die Neuvertragsmieten am höchsten. In nördlicher Richtung (Landsberger Allee) und in westlicher Richtung (Lichtenberg) sinken die Angebotsmieten im Verhältnis zu den Vorzugslagen. Im Neubausegment werden diverse neue Projekte die Mieten anheben. Einige Projekte sprechen ein überwiegend internationales Publikum an, das Mietpreise nicht in einem innerstädtischen Kontext sieht. Die mittlere Angebotsmiete im Neubau liegt bei rund 28,40 EUR/m².
| Zeitraum | Bestand Median Angebotspreis | Index (Basis 10 Jahre = 100) | Neubau Median Angebotspreis | Index (Basis 10 Jahre = 100) |
|---|---|---|---|---|
| Aktuelles Quartal | 17,45 EUR/m² | - | 28,40 EUR/m² | - |
| 1 Jahr | 15,65 EUR/m² | 11,50 % | 25,80 EUR/m² | 9,90 % |
| 3 Jahre | 12,65 EUR/m² | 37,60 % | 25,10 EUR/m² | 13,10 % |
| 5 Jahre | 15,95 EUR/m² | 9,40 % | 20,80 EUR/m² | 36,40 % |
Das Bubble Chart zeigt die Angebotssituation der vergangenen 12 Monate auf dem Immobilienmarkt in Friedrichshain. Die Farben markieren die Baujahresklassen, die Größe der Bubbles die Quantität der Angebote, die Lage im Koordinatensystem Preisradius (Quadratmeter) und Wohnungsgrößen.
Das Chart zeigt die Veränderungen im Preisgefüge des Bezirkes anhand von vier Preissegmenten. Wie viele Wohnungen wurden in den unterschiedlichen Preissegmenten angeboten? Die Linie zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen Angebotspreises pro Quadratmeter über alle Wohnungstypen und Preissegmente für Bestandswohnungen.
Friedrichshain ist ein Innenstadtbezirk mit sehr hoher Dichte. Der Wohnungsbestand von 75.000 Einheiten verteilt sich auf 12 statistische Planungsräume LOR (Lebensweltlich orientierte Räume). Die durchschnittliche Wohnungsgröße beträgt 68,9 m². Quartiere mit kleineren durchschnittlichen Wohnungsgrößen liegen sonst lediglich in Mitte und Lichtenberg. Die statistische Haushaltsgröße in Friedrichshain liegt bei 1,60 Personen; die rechnerische Haushaltsgröße ist mit 1,80 Personen je Haushalt deutlich größer, was sich auch aus der hohen Anzahl von Wohngemeinschaften ergibt. In Friedrichshain ist die Bauaktivität seit 2014 sehr hoch gewesen. Dazu zählen neben umfangreichen Sanierungsprojekten auch einige großvolumige Neubauprojekte. In welchen Quartieren (LOR) wann und wie viel Baufertigstellungen gemeldet wurden, ist aus der Karte ersichtlich. (Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
Im Bezirk sind aktuell sechs Erhaltungsgebiete nach §172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BauGB ausgewiesen. Die Gebiete umfassen eine Gesamtfläche von etwa 344 ha, dies entspricht etwa 35,2 % der Gesamtfläche des Bezirks Friedrichshain.
| Erhaltungsgebiet | In Kraft seit | Fläche in ha | Erweitert | Letzte Überprüfung |
|---|---|---|---|---|
| Boxhagener Platz | 1999 | 148,0 | 2021 | 2020 |
| Petersburger Straße | 2013 | 86,4 | - | 2016 |
| Weberwiese | 2016 | 44,4 | 2022 | - |
| Stralauer Kiez | 2019 | 29,0 | - | - |
| Samariterviertel | 2021 | 54,4 | - | - |
In Friedrichshain ist ein weiteres Untersuchungsgebiet in Prüfung. Es ist davon auszugehen, dass es zur Festsetzung kommt.
Prüfen Sie in unserer Milieuschutzkarte Berlin, ob Ihre Immobilie sich in einem Erhaltungsgebiet, einem Untersuchungsgebiet oder einem Verdachtsgebiet befindet. Unsere Milieuschutzkarte wird fortlaufend auf Grundlage der Beschlüsse aus den Bezirksverordneten Versammlungen (BVV) überarbeitet und aktualisiert. Besuchen Sie auch unseren Milieuschutzbereich für weitergehende Informationen.
Friedrichshain gilt insbesondere unter jungen West-Europäern als bevorzugte Wohnadresse. Die Analyse links zeigt die quantitative Verteilung der Bevölkerungsgruppen mit nicht-deutscher Herkunft. In der Karte ist die räumliche Konzentration nach Quartieren mit einer Filterfunktion versehen.
Friedrichshain ist ein sich immer stärker internationalisierender Ortsteil. Innerhalb Berlins verliert der Ortsteil Bevölkerung an andere Bezirke. Das Bevölkerungswachstum wird im fünften Jahr in Folge von internationalen und nationalen Zuzügen gespeist. Aufgeclustert nach Binnenmigrationen, suburbanen, internationalen und nationalen Bewegungen zeigt sich jedoch, dass der Ortsteil seit Jahren Bevölkerungsanteile an andere Berliner Bezirke abgibt, während international und national starke Bevölkerungsgewinne verzeichnet werden. Wie die Statistik zeigt, ist Friedrichshain unter westeuropäischen Staaten und den USA sehr beliebt. Wenig Zuwanderung findet aus Ost-Europa statt. Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg sind die Bundesländer mit den höchsten Zuzugsquoten aus Deutschland.
Disclaimer
Der Guthmann Marktreport ist ein teilautomatisierter Monitor des Immobilienmarktes Berlin. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Für Vollständigkeit, Abweichungen, Änderung und Fehler übernehmen wir keine Haftung. Unser Report stellt keine Investment Empfehlung dar.
Quellen
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Einwohnerregisterstatistik (Bewegungsdaten), Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes, Fortschreibung Umwandlungen, Ergebnisse des Haushaltegenerierungsverfahren KOSIS-HHGen, Baufertigstellungen. IMV GmbH: Rohdaten Preise und Mieten. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Umwandlungsdaten (2018), Geoportal Berlin (FIS-Broker). Immobilienverband Deutschland IVD (2018/2019): Immobilienpreisservice 2018/2019. GAA (Gutachter Ausschuss Berlin) Fortschreibung Umwandlungsdaten (Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin)
Methodik
Wohnungsdefizit (Treemap): Das Amt für Statistik schreibt die Haushaltsdaten auf Grundlage des Mikrozensus 2011 fort. Ermittlung Haushaltsanzahl und statistische Haushaltsgröße über Haushaltsgenerierungsverfahren (KOSIS). Wir berechnen die tatsächliche Haushaltsgröße / Wohnungsdefizite über das Verhältnis Anzahl der Haushalte zur Anzahl der Wohnungen.
Kaufpreise und Mieten (Charts und Reports): Berechnung des Median auf Grundlage von Rohdaten, eigene Visualisierung. Es handelt sich um Angebotsdaten. Migrationen: Aggregation und Visualisierung auf Grundlage der Bewegungsdaten.