Letztes Update: 23.01.2023

Berlin Immobilien Report 2023

Die Marktbedingungen in Berlin sind im ständigen Wandel. Unsere Marktberichte versorgen Sie mit genauen, wöchentlich aktualisierten und umfassenden Daten. Wir bieten Strategien für Ihre Berlin-Immobilien, Vertriebspower für Ihren Verkauf und weltweit einzigartige Insights in den Berliner Immobilienmarkt. 

Berlin-Immobilien 2023

Liebe LeserInnen.

Zinswende, Inflation und Energieknappheit dauern bereits eine Weile an und die Datenlage lässt langsam etwas belastbarere Einschätzungen zu, in welche Richtung sich der Immobilienmarkt Berlin bewegt. In den vergangenen Monaten wurde das Wort “Trendwende” oft verwendet. Was für andere lokale Wohnungsmärkte zutreffen mag, lässt sich Stand heute nicht auf Berlin übertragen. Natürlich ist die deutsche Hauptstadt keine Insel: Zinsen, Inflation und Bewertungsverhalten von Banken beeinflussen auch hier das Marktgeschehen. Als größter Immobilienmarkt in Deutschland, verhält sich Berlin aber tendenziell antizyklisch und profitiert neben der hohen Konzentration von Angebot und Nachfrage vom Hauptstadtbonus und der generell sehr internationalen Prägung des Immobilienmarktes. 

Auf der Angebotsseite sind die Angebotspreise nach Analyse der Insertionen aus Immoscout, Immowelt und Immonet in der Jahresbetrachtung, Stichtag 23.01.2023 , um 4,80 % gestiegen. Der Entwicklung in den 22 Altbezirken ist uneinheitlich, allerdings mit einer Gemeinsamkeit: In der ersten Jahreshälfte 2022 sind die Angebotspreise in fast allen Lagen gestiegen, um in der zweiten Jahreshälfte nachzugeben oder in Seitwärtsbewegungen überzugehen.  

Auf der Nachfrageseite macht der Mix aus höheren Zinsen, eigenkapitallastigem Bewertungsverhalten der Banken und Kaufkraftverlust den Immobilienkauf teurer. Interessenten prüfen länger und rechnen genauer, auch was energetische Kostenrisiken betrifft. Am Ende wird verhandelt. 

Wenn dies die oft zitierte neue Normalität ist, gibt es keinen Grund zur Sorge, denn das Fingerhakeln zwischen VerkäuferIn und KäuferIn sorgt für Bewegung am Markt. Also eigentlich alles vollkommen normal, nur eben anders.

Und wie könnte es 2023 weitergehen? Weitere Zinsschritte der EZB gelten als sicher, werden aber vermutlich niedriger ausfallen. Außerdem zeichnet sich ab, dass die Inflation abflacht. Die Banken sind letztes Jahr mit den Zinsen vorgeprescht und suchen aktuell durch bessere Konditionen wieder den Anschluss zum Kunden. Gleichzeitig nimmt der Druck am Mietmarkt weiter zu, weil der Wohnungsbau politisch notorisch verschleppt wurde, aber auch, weil Menschen, denen der Immobilienkauf derzeit zu teuer ist, auf den Mietmarkt ausweichen.

Warten, ob die Preise sinken? In Berlin ist immer der richtige Zeitpunkt.

Investoren können jetzt von der günstigen Angebotslage profitieren und mit einer gut verhandelten Finanzierung kaufen, bevor die Preise wieder stärker steigen, was gegen Mitte des Jahres der Fall sein dürfte. Eigentümer können, z.B. mit uns, eine fundierte Bewertung der individuellen Situation und Immobilie vornehmen und auch beim Verkauf auf unsere Expertise und Sichtbarkeit vertrauen. 

Ihr Peter Guthmann
Geschäftsführer

Zeitraum Bestand Median Angebotspreis Index (Basis 10 Jahre = 100) Neubau Median Angebotspreis Index (Basis 10 Jahre = 100)
Aktuelles Quartal 5.500 EUR/m² - 8.540 EUR/m² -
1 Jahr 5.250 EUR/m² 4,80 % 8.370 EUR/m² 2,00 %
3 Jahre 4.710 EUR/m² 16,70 % 6.330 EUR/m² 35,00 %
5 Jahre 3.800 EUR/m² 44,60 % 5.680 EUR/m² 50,30 %
10 Jahre 2.210 EUR/m² 148,70 % 3.450 EUR/m² 147,60 %
Datenbasis: Angebote IS24, Immowelt, Immonet, Zeitraum: 23.01.2023 - 3 Monate, prozentuale Veränderungen zum Vorjahreszeitraum

Wie groß ist der Nachfrageüberhang?

Das ist von Bezirk zu Bezirk sehr unterschiedlich. Wir versuchen eine rechnerische Annäherung, indem wir über die Korrelation von Haushaltsinformationen, Einwohnern und Wohnungsbestand ein hypothetisches Defizit berechnen. Die Methode ist einfach und dient nur der groben Schätzung. Auch wenn wir nicht zwischen dem Bedarf nach Miet- oder Eigentumswohnungen unterscheiden, zeigt unsere Grafik, in welchen Bezirken der Wohnungsmarkt eng ist, und in welchen Bezirken der Nachfrageüberhang rein rechnerisch geringer ist. In unsere Bezirksreports brechen wir diese Berechnung bis auf die Ebene der Quartiere und Kieze herunter. Insgesamt fehlen unserer Methode zufolge In Berlin grob 106.000 Wohnungen.  

Methode (klicken)

Das Amt für Statistik führt anhand statistischer Verfahren (HHGen, Kosis) und mit Hilfe von Einwohnermelderegister-Daten die Anzahl von Haushalten und die Haushaltsgrößen des Zensus 2011 fort. Ein Ergebnis ist die statistische Haushaltsgröße, die sich aus dem Verhältnis von Einwohner zu gemeldeten Haushalten errechnet.  

Um eine Näherung an das Wohnungsdefizit in Berlin, den Bezirken und den Quartieren zu erhalten, ermitteln wir die IST Haushaltsgröße, indem wir Einwohner durch Wohnungen teilen. Das rein hypothetische Wohnungsdefizit ermitteln wir, indem wir den vorhandenen Wohnungsbestand von den Haushalten abziehen. Ein ideales Verhältnis besteht für uns dann, wenn eine Wohnung auf einen Haushalt entfällt. Parameter wie Fluktuationsbestände und Haushalts- Agglomerationen wie Wohngemeinschaften bleiben unberücksichtigt. Das Defizit setzen wir ins Verhältnis zum Wohnungsbestand. Den ermittelten Prozentwert zeigen wir auf einer Rot-Grün-Farbskala. Rot bedeutet hohes Defizit, Grün bedeutet ausgeglichenes Verhältnis.

Die Berechnungen führen wir auf Ebene der statistischen Planungsräume LOR durch, die wir zu Altbezirken zusammensetzen. 

Daten: Einwohner (31.12.2020); Wohnungen (31.12.2021); Haushalte (31.12.2020)

Preisentwicklung im Bestand und Neubau

Der Median Quadratmeterpreis für eine Wohnung in Berlin lag vor 10 Jahren bei rund 2.210 EUR/m², vor 12 Jahren sogar nur bei 1.640 EUR/m². Zum aktuellen Stand, 23.01.2023 , würde die selbe Wohnung zum Quadratmeterpreis von rund 5.500 EUR/m² (Median) angeboten werden. Das entspricht einem Plus von rund 148,70 % in 10 Jahren, bzw. 235,10 % in 12 Jahren. Innerhalb einer weiten Gewinnspanne lassen sich damit temporäre Zykluskorrekturen überbrücken. 

Die Immobilienpreise in Berlin sind seit etwa 12 Jahren fast linear angestiegen. Das untere Preissegment bis EUR 2.500/m² ist zwischenzeitlich  vom Markt verschwunden, das mittlere Preissegment von 2.500/m² bis 5.000/m² schmilzt weiter ab. Stand 23.01.2023 liegt der von uns ermittelte Median-Angebotspreis für Kauf-Immobilien in Berlin bei 5.500 EUR/m², was einer Entwicklung um ca 4,80 % zum Vorjahreszeitraum entspricht. In 12 Monaten wurden in Summe etwa 29.160 Bestandswohnungen auf Immoscout, Immowelt und Immonet angeboten.

Auf neun Monate gerechnet liegt die Entwicklung bei 2,80 %, auf sechs Monate bei -0,40 % und im Dreimonatszeitraum bei -0,10 %. Über den Jahresverlauf betrachtet steigt die Zahl der wöchentlichen Neu-Insertionen auf den Immobilienbörsen, ohne jedoch über das Vorjahres-Niveau zu gehen.

Lockdowns, Krieg und Zinserhöhungen führen zu sichtbaren Ausschlägen bei den Angebotspreisen. Insbesondere im letzten Quartal 2022 wurden mehr Wohnungen an den Markt gebracht.   

Neubausegment stockt seit Jahresbeginn

Materialknappheit und Kostenexplosion bremsen das Neubausegment aus. Steigende Kosten werden nicht komplett an die Käufer durchgereicht, da sonst ein Nachfrageeinbruch droht. Die Listenpreise im Neubau liegen im Zeitraum von 3 Monaten derzeit bei rund 8.540 EUR/m².  Die Angebote gehen zurück. In den letzten 6 Monaten wurden etwa 3.180 Objekte an den Markt gebracht. Preiserhöhungen wurden nur teilweise durchgesetzt. In sechs Monaten lag die Anpassung bei ca. 2,00 %. Bitte beachten sie auch unsere Bezirksreports für weitere Informationen zu Neubauprojekten in den Ortsteilen.

Die Listenpreise für Neubau-Immobilien bewegen sich im gesamten Jahr 2022 seitwärts. Die Zahl der an den Markt gebrachten Einheiten ist gegen Jahresende wieder gestiegen, nachdem sie im April 2022 den tiefsten Stand seit Jahren erreichten. 

Vogelperspektive nach Baujahren und Wohnungsgrößen

Das Bubblechart visualisiert die Kaufangebote geclustert nach Baujahresklassen, Wohnungsgrößen und Angebotspreisen. Obergrenze bei 350 m² Wohnfläche und einem 15.000 EUR/m². Selektieren Sie im Menü die anzuzeigenden Baujahresklassen.

Trend 2023

Aus dem europäischen Immobilien Underdog der 2000er Jahre mit heruntergewirtschafteten Beständen und schlummernden Quartieren, ist längst ein reifer, stabiler, sicherer und hoch attraktiver Immobilienmarkt geworden, nicht zuletzt auch, weil extreme Ausschläge ausgeblieben sind. Die Preisentwicklung auf dem Wohnungsmarkt Berlin war zwar erheblich, aber nicht wirklich spekulativ. 2010 lag der Median-Angebotspreis für Wohnungen in Berlin bei rund 1.600 EUR/m², was trotz der zu dieser Zeit erst im Ansatz überwundenen Finanzkrise nicht einmal entfernt an die Quadratmeterpreise in Paris, Rom, Madrid oder London heranreichte. Aber auch nach Auslaufen der Aufholeffekte geniesst Berlin weiter das Vertrauen von Investoren als place-to-be. Die deutsche Hauptstadt wird immer moderner und internationaler. Bis weit in die 2030er Jahre, so Experten, wird die Nachfrage das Angebot übersteigen.

Zuzüge wieder auf hohem Niveau

Nach der Pandemie-Delle steigen die Zuzugszahlen wieder. Schon heute ist absehbar, dass die langfristige Nachfragesituation in Berlin stärker ist, als krisenbedingte Schwankungen und Bauzinsen. Die offizielle Prognose der Stadtentwicklung geht für das Jahr 2040 von fast 4 Millionen Menschen in Berlin aus, was Wohninvestments in Berlin zu einer sicheren und risikoarmen Assetklasse macht. 

Darüberhinaus wenden sich Investoren aktuell von kleineren regionalen Märkten ab und richten ihr Interesse auf Berlin als Standort mit Proof of Concept. Vermietete Wohnungen in der Hauptstadt gelten als Anlage, die innerhalb eines hoch angelegten Preiskorridors jederzeit handelbar bleibt.

Das weite Spektrum an Regulierung hat aus kurzfristig angelegten buy-and-sell Strategien, nachhaltige und langfristige Engagements werden lassen. Hier kommt Berlin zugute, dass die obersten Gerichte die Regulierungs-Extreme Mietendeckel und Vorkaufspraxis kassiert haben. 

Die Transformation Berlins zu einer der angesagtesten Metropolen Europas ist in vollem Gange. Aus der Kreativmetropole wurde ein Start-up-Hub, der sich sich mittlerweile als wichtiger Player im Forschungs- und Wissenschaftssektor etabliert hat. Mit Adlershof, WISTA, dem entstehenden Siemens Campus und der künftigen Urban Tech Republik am ehemaligen Flughafen Tegel lässt Berlin keinen Zweifel an der Ausrichtung zur Wissensökonomie.

Mehr Angebote, mehr Wettbewerb

Die Anzahl der Wohnungsangebote nimmt zu. Unsere Auswertung zeigt alle angebotenen Bestandsimmobilien nach Preissegment und Kalenderwoche, bereinigt um Angebote die bereits länger als 12 Wochen am Markt sind. Es wird deutlich, dass der Wettbewerbsdruck unter den angebotenen Wohnungen weiter zunehmen wird. Mehrangebot, Bauzinsen und Rezessionsängste müssen in ersten beiden Quartalen 2023 bei Einpreisungen berücksichtigt werden.

Die Wohnungsmärkte in den Berliner Bezirken

Alle 22 Berliner regional abgegrenzt und auf einen Blick: Preisentwicklung der letzten 12 Monate. Per Click kommen Sie auf die Guthmann Bezirks-Reports.

Bezirk Bestand 12 Monats-Preisentwicklung Bestand Median Angebotspreis Neubau 12 Monats-Preisentwicklung Neubau Median Angebotspreis
Charlottenburg
+4,20 % 6.000 EUR/m²
-5,80 % 11.240 EUR/m²
Friedrichshain
+8,80 % 5.730 EUR/m²
-2,80 % 9.400 EUR/m²
Köpenick
-1,40 % 4.840 EUR/m²
+14,50 % 7.830 EUR/m²
Kreuzberg
+4,80 % 6.930 EUR/m²
+14,80 % 10.450 EUR/m²
Lichtenberg
-0,20 % 4.720 EUR/m²
+2,30 % 6.570 EUR/m²
Marzahn-Hellersdorf
+8,90 % 4.200 EUR/m²
-1,70 % 5.440 EUR/m²
Mitte
+0,60 % 8.830 EUR/m²
+23,30 % 12.090 EUR/m²
Moabit
+11,70 % 5.300 EUR/m²
+13,60 % 10.560 EUR/m²
Neukölln
+7,50 % 4.900 EUR/m²
+1,00 % 7.960 EUR/m²
Pankow
+7,50 % 5.040 EUR/m²
+10,10 % 7.640 EUR/m²
Prenzlauer Berg
+5,00 % 6.840 EUR/m²
+6,90 % 11.460 EUR/m²
Reinickendorf
+8,30 % 4.330 EUR/m²
+10,60 % 7.220 EUR/m²
Schöneberg
+6,80 % 5.900 EUR/m²
+9,20 % 10.500 EUR/m²
Spandau
+5,30 % 4.100 EUR/m²
+9,50 % 6.310 EUR/m²
Steglitz
+3,90 % 4.920 EUR/m²
+5,10 % 8.180 EUR/m²
Tempelhof
-1,20 % 4.430 EUR/m²
+8,60 % 6.700 EUR/m²
Tiergarten
+29,10 % 7.700 EUR/m²
+9,90 % 12.610 EUR/m²
Treptow
0,00 % 4.350 EUR/m²
+0,40 % 6.570 EUR/m²
Wedding
+8,40 % 4.630 EUR/m²
-1,00 % 7.770 EUR/m²
Weißensee
0,00 % 5.000 EUR/m²
+15,70 % 8.660 EUR/m²
Wilmersdorf
+2,30 % 6.660 EUR/m²
+9,10 % 9.990 EUR/m²
Zehlendorf
+10,10 % 6.090 EUR/m²
+0,10 % 9.310 EUR/m²

Schnellbewertung Ihrer Immobilie in Berlin

Wir ermitteln in Sekunden den Preisrahmen für Ihre Wohnung in Berlin auf Grundlage tausender Vergleichsangebote und jahrelanger Erfahrung. Ohne Angabe Ihrer persönlicher Daten oder störende Akquiseanrufe. Wenn Sie eine präzisere und individuelle Einschätzung wünschen, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.    

Features

Mietwohnungsmarkt Berlin

Die Entwicklung auf dem Mietwohnungsmarkt in Berlin verläuft in den Bezirken sehr unterschiedlich. In 5 von 22 Altbezirken geben die Neuvertragsmieten nach. Bestandswohnungen bis Baujahr 2015 werden aktuell zu einer Median-Neuvertragsmiete von rund 14,35 EUR/m² angeboten. Das sind ca.14,40 % Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Mieten im Neubau

Die Angebotssmieten von Neubauwohnungen in Berlin liegen aktuell bei durchschnittlich rund 22,00 EUR/m², was einer Preisanpassung zum Vorjahreszeitraum um etwa 11,00 % entspricht. In 5 Jahren entwickelten sich die Kaltmieten im Neubau damit um etwa 55,80 %

Preisindex Mieten Berlin

Stand 23.01.2023 , Median-Angebotsmieten Bestand und Neubau.

Zeitraum Bestand Median Angebotspreis Index (Basis 10 Jahre = 100) Neubau Median Angebotspreis Index (Basis 10 Jahre = 100)
Aktuelles Quartal 14,35 EUR/m² - 22,00 EUR/m² -
1 Jahr 12,55 EUR/m² 14,40 % 19,85 EUR/m² 11,00 %
3 Jahre 11,25 EUR/m² 27,40 % 17,30 EUR/m² 27,20 %
5 Jahre 10,55 EUR/m² 36,20 % 14,15 EUR/m² 55,80 %

Vogelperspektive Mietangebote nach Baujahren und Wohnungsgrößen (12 Monate)

Das Bubblechart visualisiert die Mietangebote geclustert nach Baujahresklassen, Wohnungsgrößen und Angebotsmieten. Selektieren Sie im Menü die anzuzeigenden Baujahresklassen. 

Angebotsmieten in den Bezirken

Entwicklung der Mietangebote in Berlin im Jahresverlauf. Die Angebotsmieten werden jeweils für drei Monate rückwirkend berechnet.

Bezirk Bestand 12 Monats-Preisentwicklung Bestand Median Angebotsmiete Neubau 12 Monats-Preisentwicklung Neubau Median Angebotsmiete
Charlottenburg
+22,50 % 18,90 EUR/m²
-1,80 % 26,45 EUR/m²
Friedrichshain
+8,50 % 18,25 EUR/m²
+3,50 % 25,80 EUR/m²
Köpenick
+99,70 % 24,40 EUR/m²
+25,20 % 18,75 EUR/m²
Kreuzberg
+4,00 % 17,65 EUR/m²
+5,10 % 25,75 EUR/m²
Lichtenberg
+10,90 % 12,20 EUR/m²
+8,00 % 18,75 EUR/m²
Marzahn-Hellersdorf
+13,10 % 10,10 EUR/m²
+44,80 % 19,55 EUR/m²
Mitte
+15,20 % 24,90 EUR/m²
+39,20 % 37,65 EUR/m²
Moabit
+10,80 % 17,05 EUR/m²
+25,10 % 37,00 EUR/m²
Neukölln
+2,50 % 12,25 EUR/m²
+3,80 % 20,40 EUR/m²
Pankow
+12,60 % 12,80 EUR/m²
+37,80 % 22,80 EUR/m²
Prenzlauer Berg
-2,00 % 16,20 EUR/m²
+20,50 % 27,75 EUR/m²
Reinickendorf
+8,50 % 10,85 EUR/m²
+6,70 % 20,00 EUR/m²
Schöneberg
+17,40 % 17,15 EUR/m²
+38,90 % 29,85 EUR/m²
Spandau
+18,50 % 9,75 EUR/m²
-3,70 % 19,25 EUR/m²
Steglitz
+12,50 % 13,70 EUR/m²
+4,90 % 20,20 EUR/m²
Tempelhof
+46,00 % 15,00 EUR/m²
-1,10 % 16,80 EUR/m²
Tiergarten
+52,60 % 28,25 EUR/m²
+13,80 % 28,45 EUR/m²
Treptow
-17,60 % 11,00 EUR/m²
+37,10 % 24,00 EUR/m²
Wedding
-7,50 % 12,25 EUR/m²
+8,70 % 23,80 EUR/m²
Weißensee
+5,10 % 14,05 EUR/m²
+28,60 % 22,60 EUR/m²
Wilmersdorf
+13,10 % 19,90 EUR/m²
+34,60 % 29,85 EUR/m²
Zehlendorf
+9,50 % 15,00 EUR/m²
+94,20 % 39,90 EUR/m²

Neubau und Umwandlung

Die Mangelsituation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ausschließlich Zuzügen zuzurechnen, greift kurz. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Einwanderungswellen der letzten Jahre schon auf einem hohen Nachfrageüberhang aufsetzen. Im Jahr 2013 waren etwa 3,470 Millionen Einwohner in Berlin gemeldet. Bei einer statistischen Haushaltsgröße von 1,76 Personen lag der rechnerische Bedarf damals bei 1,971 Millionen Wohnungen. Der Hauptstadt fehlten schon damals rund 88.600 Wohnungen - und seitdem ist Berlin weiter gewachsen.

Bau- und Umwandlungsaktivität Berlin

Unsere Analysen umfassen die Baufertigstellungen seit 2001 (Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) und die Umwandlungen seit 2010 (Quelle: GAA Berlin, Kaufpreissammlung). Aggregation der auf LOR- und Blockebene vorliegenden Zahlen. Baufertigstellungen und Umwandlungen stellen jeweils eigenständige Sachverhalte dar.

  • Baufertigstellungen entsprechen den Baufertigstellungsanzeigen von Neubauwohnungen sowie Dachgeschossausbauten und ähnlichen Projekten.
  • Umwandlungen werden nach dem Erstdatum der grundbuchlichen Eintragung erfasst. 

Milieuschutz in Berlin

Erhaltungsgebiete nach §172 BauGB (Baugesetzbuch), üblicherweise auf den Begriff "Milieuschutz" verkürzt, haben sich vom ursprünglich städtebaulichen zum politischen Instrument entwickelt. Für Eigentümer, Vermieter und Verkäufer ist Milieuschutz ein zentraler Themenkomplex. Die Erhaltungssatzung greift in nahezu jede Phase eines Immobilien-Engagements ein. Viele Eigentümer werden vom Milieuschutz überrascht, da deren Entstehung nicht transparent ist. Bitte besuchen Sie hierzu auch unseren Milieuschutzbereich, wo Sie einen Überblick über unsere Leistungen finden. Mit Hilfe unserer Milieuschutzkarte können Sie prüfen, ob Ihre Liegenschaft in einem Erhaltungsgebiet nach § 172 BauGB liegt, oder in einem Untersuchungs- oder Beobachtungsgebiet. Wir prüfen laufend alle relevanten BVV-Beschlüsse und aktualisieren unsere Milieuschutzkarte.

Bevölkerung in Berlin

Die Bevölkerung in Berlin setzt sich derzeit aus etwa 200 Nationalitäten zusammen. Neben etwa 3 Millionen Bürgern deutscher Nationalität, entfaltet die deutsche Hauptstadt ihre Dynamik und kulturelle Vielfalt in ihrer Internationalität. 

Räumliche Konzentration

Die Strukturen der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind in Berlin sehr heterogen, zurückzuführen auch auf die divergenten Entwicklungen vor der Wende. Noch heute ist der internationale Anteil der Bevölkerung im Westteil der Stadt fast dreimal so hoch, wie in den östlichen Bezirken. Sozialräumliche Muster sind sowohl hinsichtlich des Anteils von Migranten an der Gesamtbevölkerung der Bezirke und Quartiere als auch bezüglich der Herkunft erkennbar. In unserer Map können Sie nach Nationalitäten filtern und auf Bezirks- und LOR-Ebene den Anteil Ihrer Selektion anzeigen lassen.

Fast 200 Nationen

Die Bevölkerung in Berlin setzt sich derzeit aus fast 200 Nationalitäten zusammen und beträgt rund 3,77 Millionen Menschen. Neben 2.98 Millionen Bürgern deutscher Nationalität (Stand 2020), entfaltet die deutsche Hauptstadt ihre Dynamik und kulturelle Vielfalt im Zusammenleben mit ausländischen Bürgern. Das Chart zeigt die Zusammensetzung der ausländischen Bevölkerung nach Nationalität.

Wanderungsbewegungen

Die Attraktivität Berlins drückt sich in Zuzügen aus, die sich in ihrer Zusammensetzung laufend verändern. Da die Motivation sich als Zuziehender behördlich zu melden größer ist, als sich wieder abzumelden weisen Bevölkerungs- und Zuzugszahlen immer Umschärfen auf. Viele Menschen sind in Berlin gemeldet, ohne hier zu leben, andere leben hier, ohne gemeldet zu sein. 

  • Alle Migrationen
  • International
  • National
  • Suburban
  • Binnen

Dieser Report wurde zuletzt am 23.01.2023 aktualisiert.

Disclaimer

Der Guthmann Marktreport ist ein teilautomatisierter Monitor des Immobilienmarktes Berlin. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Für Vollständigkeit, Abweichungen, Änderung und Fehler übernehmen wir keine Haftung. Unser Report stellt keine Investment Empfehlung dar.

Quellen

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Einwohnerregisterstatistik (Bewegungsdaten), Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes, Fortschreibung Umwandlungen, Ergebnisse des Haushaltegenerierungsverfahren KOSIS-HHGen, Baufertigstellungen. IMV GmbH: Rohdaten Preise und Mieten. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Umwandlungsdaten (2018), Geoportal Berlin (FIS-Broker). Immobilienverband Deutschland IVD (2018/2019): Immobilienpreisservice 2018/2019. GAA (Gutachter Ausschuss Berlin) Fortschreibung Umwandlungsdaten (Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin)

Methodik

Wohnungsdefizit (Treemap): Das Amt für Statistik schreibt die Haushaltsdaten auf Grundlage des Mikrozensus 2011 fort. Ermittlung Haushaltsanzahl und statistische Haushaltsgröße über Haushaltsgenerierungsverfahren (KOSIS). Wir berechnen die tatsächliche Haushaltsgröße / Wohnungsdefizite über das Verhältnis Anzahl der Haushalte zur Anzahl der Wohnungen.
Kaufpreise und Mieten (Charts und Reports): Berechnung des Median auf Grundlage von Rohdaten, eigene Visualisierung. Es handelt sich um Angebotsdaten. Migrationen: Aggregation und Visualisierung auf Grundlage der Bewegungsdaten.

schliessen

Unser Marktreport überzeugt Sie?

Verlassen Sie sich auf eines der besten Makler-Teams in Berlin. Fordern Sie eine kostenlose und unverbindliche Markteinschätzung für Ihre Immobilie an. 

Mit dem Absenden des Formulars stimme ich der Datenschutzrichtlinie der Guthmann Estate GmbH zu und willige einer Kontaktaufnahme ein.