Stadtentwicklung
Zukunft des Tempelhofer Feldes
Tempelhofer Feld: Nutzungskonzept setzt auf Gewerbe und Forschung
Die Senatsverwaltung stellt das Nutzungskonzept für das ehemalige Flughafengelände vor. Geplant sind vor allem Gewerbe- und Forschungsflächen, Wohnungsbau spielt eine untergeordnete Rolle.
Peter Guthmann
Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof zeigt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung derzeit das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs. Die Pläne geben erstmals einen Einblick, wie das rund 386 Hektar große Areal bebaut werden soll. Der Flughafen schloss im Oktober 2008, seit Mai 2010 ist das Gelände als Park Tempelhofer Freiheit zugänglich.
Gewerbe und Forschung statt Wohnungsbau
Entlang der westlichen Seite zur Stadtautobahn A100 sind Flächen für Gewerbe und Büros vorgesehen. Im Norden, in der Nähe des Flughafengebäudes, sollen Forschungs- und Bildungseinrichtungen entstehen. Wohnungsbau ist nur in geringem Umfang am südöstlichen Rand geplant, angrenzend an den Columbiadamm und Neukölln.
Architektonisch orientiert sich der Entwurf an der klassischen Berliner Blockrandbebauung. Aus der Vogelperspektive wirken die Blöcke groß dimensioniert, was angesichts der geplanten Gewerbe- und Forschungsnutzung nachvollziehbar ist. Die zentrale Freifläche bleibt als Erholungsgebiet erhalten.
Was das für die umliegenden Kieze bedeutet
Die Ansiedlung von Arbeitsplätzen in Forschung und Gewerbe wird die Nachfrage nach Wohnraum in den angrenzenden Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Neukölln beeinflussen. Da auf dem Feld selbst kaum neue Wohnungen entstehen, bleibt der Druck auf den bestehenden Wohnungsmarkt in diesen Lagen bestehen.
Die Ausstellung auf dem Gelände zeigt die Pläne anhand von Plakaten und Informationsmaterialien im Detail.