Stadtentwicklung
Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit
Ökologisches Bauen in Berlin: Ausstellung zeigt Konzepte für Investoren und Bauherren
Die Senatsverwaltung präsentierte 2014 in einer Ausstellung in Mitte ökologische Gebäudekonzepte. Vom Dachgewächshaus bis zum Recycling-Baustoff reichten die vorgestellten Ansätze.
Peter Guthmann
Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zeigte Ende 2014 eine Ausstellung mit dem Titel "Berlin baut Zukunft: Ökologische Gebäudekonzepte". Auf 18 Schautafeln im Lichthof der Senatsverwaltung in Mitte wurden realisierte Projekte und Forschungsvorhaben präsentiert. Die Ausstellung richtete sich an institutionelle Investoren, aber auch an private Bauherren.
Was gezeigt wurde
Ein Beispiel war der Praxisleitfaden "Es wächst etwas auf dem Dach". Er lieferte Planungsgrundlagen für Dachgewächshäuser. Solche Projekte verbessern die Energiebilanz eines Gebäudes durch zusätzliche Dämmung und können die Attraktivität für Mieter erhöhen. Weitere vorgestellte Ansätze umfassten Recycling-Baustoffe, Regenwassernutzung und neue Dämmsysteme.
Die Senatsverwaltung sah in den Projekten "großes Potenzial für die Stadtentwicklung".
Steigende Energiekosten als Treiber
Der Hintergrund: Energiekosten stiegen, und das Bewusstsein für Klimaschutz nahm zu. Für Vermieter von Wohnungen in Berlin wurde die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu einem Wettbewerbsfaktor. Mieter achteten zunehmend auf die Nebenkosten, und energetisch sanierte Objekte ließen sich leichter vermieten.
Die Marktentwicklung zeigte schon 2014 ein wachsendes Interesse an energieeffizientem Wohnraum. Die Initiative des Senats deutete an, dass ökologische Standards künftig auch bei Baugenehmigungen eine größere Rolle spielen könnten.
Was das für Eigentümer bedeutete
Gebäude mit hoher Energieeffizienz hatten geringere Nebenkosten. Das machte sie für Mieter attraktiver und konnte langfristig zu einer besseren Wertentwicklung beitragen. Wer in Neubauprojekte investierte, tat gut daran, ökologische Standards früh mitzudenken, statt später nachzurüsten.
Die Ausstellung war bis zum 27. November 2014 montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei.