Stadtentwicklung
Städtebauförderung in der Hauptstadt
Sieben neue Sanierungsgebiete: 216 Millionen Euro für Berlins Stadtentwicklung
Der Berliner Senat hat sieben neue Sanierungsgebiete festgelegt. Rund 216 Mio. Euro fließen in den kommenden 15 Jahren in Schulen, Kitas, Straßen und Grünflächen.
Peter Guthmann
Der Berliner Senat hat sieben neue Sanierungsgebiete festgelegt. Laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sollen in den kommenden 15 Jahren rund 216 Millionen Euro vor allem in Schulen, Kitas, Straßen und Grünflächen investiert werden. In den Gebieten leben zusammen über 74.000 Menschen.
Welche Gebiete betroffen sind
Vorbereitende Untersuchungen hatten laut Senatsverwaltung einen erheblichen Investitions- und Handlungsbedarf bestätigt. Die sieben neuen Sanierungsgebiete:
- Turmstraße in Mitte
- Müllerstraße in Mitte
- Nördliche Luisenstadt in Mitte
- Südliche Friedrichstadt in Friedrichshain-Kreuzberg
- Wilhelmstadt in Spandau
- Karl-Marx-Straße/Sonnenallee in Neukölln
- Frankfurter Allee Nord in Lichtenberg
Die Senatorin für Stadtentwicklung betonte, dass eine hälftige Teilung der Fördermittel zwischen Ost und West sich 20 Jahre nach der Wiedervereinigung verbiete. Der Osten sei in der Vergangenheit durch Programme wie Stadtumbau Ost bereits stark gefördert worden. Von den insgesamt 22 Berliner Sanierungsgebieten sind derzeit noch sieben im Ostteil aktiv.
Was Sanierungsgebiet für Eigentümer bedeutet
Die rechtliche Grundlage bildet das Baugesetzbuch (BauGB). Für Grundstückseigentümer in einem Sanierungsgebiet gilt: Bauliche Veränderungen, Veräußerungen und Grundstücksteilungen erfordern eine sanierungsrechtliche Genehmigung. Nach Abschluss der Maßnahmen wird ein Ausgleichsbetrag fällig, der sich an der sanierungsbedingten Bodenwerterhöhung orientiert.
Gleichzeitig verbessert sich durch die Investitionen in die öffentliche Infrastruktur das Wohnumfeld. Eigentümer von Wohnungen und Mehrfamilienhäusern in diesen Lagen sollten sich frühzeitig mit den Plänen des Bezirks befassen und bei geplanten Modernisierungen die Sanierungsziele berücksichtigen.
Die offizielle Pressemitteilung enthält Karten und Handouts zu den einzelnen Gebieten.