Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt setzt im Herbst die Kampagne "Stadtbäume für Berlin" fort. Geplant sind rund 600 Neupflanzungen in Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Pankow. Die Finanzierung läuft über Spenden von Privatpersonen und Unternehmen.
Hintergrund
Die Initiative gibt es seit 2012. Sturm, Krankheit und Baumassnahmen haben in den Jahren davor den Bestand an Strassenbäumen spürbar reduziert. Das Ziel: Bis 2017 sollen bis zu 10.000 zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Stand heute sind rund 4.200 davon finanziert und in der Erde.
Warum das für Immobilieneigentümer relevant ist
Begrünte Strassenzüge haben einen messbaren Einfluss auf Standortqualität. Bäume verbessern das Mikroklima, filtern Feinstaub und dämpfen Strassenlärm. Wer eine Wohnung in Berlin kaufen oder verkaufen will, kennt den Unterschied zwischen einer kahlen und einer begrünten Straße. In der Praxis wirkt sich das auf die Nachfrage von Mietern und Käufern aus, und damit auf Mieteinnahmen und Verkaufspreise.
Investitionen des Landes in die öffentliche Infrastruktur sind für Eigentümer eine Aufwertung ihres Umfelds ohne eigene Kosten. Das gilt besonders für Bezirke, die bisher weniger Grün hatten.
Mitmachen
Senator Andreas Geisel wirbt um Unterstützung von Berlinerinnen, Berlinern und Unternehmen. Über eine Webseite der Stadt lassen sich konkrete, unbepflanzte Standorte auswählen. Ein Baum kostet 500 Euro. Spender erhalten auf Wunsch ein persönliches Baumschild.