Stadtentwicklung
Stadtentwicklung Berlin-Mitte
Senat nimmt Buergerleitlinien fuer Berlins historische Mitte zur Kenntnis
Der Senat hat Bürgerleitlinien vorgelegt, die Berlins Mitte verkehrsberuhigter und grüner machen sollen. Über 10.000 Bürger hatten sich an der Stadtdebatte "Alte Mitte, neue Liebe" beteiligt.
Peter Guthmann
Der Berliner Senat hat auf Vorlage von Bausenator Andreas Geisel die sogenannten "Buergerleitlinien" für die Entwicklung der historischen Mitte zur Kenntnis genommen und dem Abgeordnetenhaus vorgelegt.
Die Leitlinien sind das Ergebnis der Stadtdebatte "Alte Mitte, neue Liebe", an der sich 2015 über 10.000 Buerger beteiligt hatten. Die drei zentralen Forderungen:
"Die Berliner Mitte wird verkehrsberuhigt. Sie wird leiser", heisst es in dem Papier. Trotzdem soll der Bezirk besser mit den umliegenden Stadtvierteln vernetzt werden. Und: "Die Berliner Mitte dient als Gruene Oase der Erholung, der Nachhaltigkeit und dem Stadtklima." Der heutige Anteil an Gruenflaechen soll erhalten, bestehende Anlagen aufgewertet und besser gepflegt werden.
Was wurde beschlossen
Die Leitlinien betreffen das Areal zwischen Alexanderplatz, Spree und Brandenburger Tor. Konkret geht es um weniger Durchgangsverkehr, aufgewertete Gruenflaechen und eine bessere Anbindung für Radfahrer und Fussgaenger. Die Empfehlungen bilden die Grundlage für kuenftige Bebauungsplaene und staedtebauliche Wettbewerbe im Bezirk Mitte.
Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
Verkehrsberuhigung und aufgewerteter oeffentlicher Raum wirken sich erfahrungsgemaess auf die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflaechen aus. Mitte gehört bereits zu den teuersten Lagen der Stadt. Die angekuendigten Maßnahmen könnten die Attraktivitaet des Bezirks als Wohnstandort weiter erhöhen.
Für Eigentümer von Wohnungen in Berlin in zentraler Lage ist die Entwicklung relevant. Die Marktentwicklung in Mitte hängt auch davon ab, wie schnell und in welchem Umfang das Abgeordnetenhaus die Umsetzung vorantreibt. Wer die Preise pro Quadratmeter im Bezirk beobachtet, sollte die Fortschritte der Buergerleitlinien im Blick behalten.