Stadtentwicklung
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Städtebauförderung 2015: Fünf neue Fördergebiete in Berlin
Der Berliner Senat nimmt fünf Gebiete in die Programme "Aktive Zentren" und "Städtebaulicher Denkmalschutz" auf. Die Förderung betrifft Reinickendorf, Adlershof, Lichtenrade, Spandau und Mitte.
Peter Guthmann
Der Berliner Senat hat fünf neue Gebiete in die Städtebauförderung aufgenommen. Drei davon laufen im Programm "Aktive Zentren", zwei im "Städtebaulichen Denkmalschutz". Die Mittel dafür stammen aus einer Aufstockung der Bundesregierung, die seit 2014 mehr Geld für kommunale Stadtentwicklung bereitstellt.
Drei Gebiete im Programm "Aktive Zentren"
Die Förderung zielt auf Einkaufsstraßen und lokale Versorgungszentren ab. Konkret geht es um die Residenzstraße in Reinickendorf, die Dörpfeldstraße in Adlershof (Treptow-Köpenick) und die Bahnhofstraße in Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg). Alle drei Standorte sollen als Stadtteilzentren mit Einzelhandel, Dienstleistungen und öffentlichem Raum gestärkt werden.
Bausenator Andreas Geisel sprach davon, die Mittel gezielt neuen Quartieren zugutekommen zu lassen. Ziel sei eine "kinder- und familiengerechte Stadt" mit "einem hohen Maß an sozialer Integration sowie einem lebendigen Kulturleben".
Denkmalschutz für Altstadt Spandau und Karl-Marx-Allee
Die Altstadt Spandau und der zweite Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee in Mitte werden wegen ihrer baukulturellen Bedeutung im Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" gefördert. Bei der Karl-Marx-Allee geht es um den Erhalt der Nachkriegsmoderne, bei der Altstadt Spandau um den historischen Stadtkern.
Was Fördergebiete für den Immobilienmarkt bedeuten
Staatliche Investitionen in Straßen, Plätze, Fassaden und Grünflächen verändern Standorte. Die Erfahrung aus früheren Förderprogrammen zeigt: Sanierte Quartiere ziehen Nachfrage an, und die Kaufpreise für Wohnungen entwickeln sich in aufgewerteten Lagen tendenziell positiver als in vergleichbaren Gebieten ohne Förderung.
Für Eigentümer in den fünf neuen Gebieten kann das höhere Mieteinnahmen und eine steigende Wertentwicklung bedeuten. Investoren, die sich für Wohnungen in Berlin interessieren, finden in Reinickendorf, Adlershof oder Lichtenrade Standorte, die noch moderatere Einstiegspreise bieten als die Innenstadt.
Die neuen Fördergebiete reihen sich in die breitere Strategie des Senats ein, nicht nur zentrale Lagen, sondern auch dezentrale Stadtteilzentren weiterzuentwickeln. Wer die Marktentwicklung in Berlin verfolgt, sollte diese fünf Gebiete in den kommenden Jahren im Blick behalten.