Marktanalysen
Amt für Statistik, April 2016
Bauboom in Berlin: Wohnungsbau-Umsatz steigt im April 2016 um 62,5 Prozent
Laut Statistikamt stiegen die Umsätze im Berliner Wohnungsbau im April 2016 um 62,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Auftragsbestände verdoppelten sich nahezu, die Beschäftigtenzahl wuchs um 6 %.
Peter Guthmann
Starkes Wachstum im Wohnungsbau
Der Bauboom in Berlin hält an. Im April 2016 stieg der Umsatz im Wohnungsbau bei den größeren Baubetrieben um 62,5 Prozent gegenüber April 2015, so das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Das Baugewerbe insgesamt legte um 43,1 Prozent auf 232,6 Millionen Euro zu.
Die Zahlen spiegeln die hohe Nachfrage nach neuen Wohnungen in der Hauptstadt wider. Anhaltender Zuzug und niedrige Zinsen sorgten für ein hohes Investitionstempo.
Auftragseingänge verdoppeln sich nahezu
Noch deutlicher als die Umsätze stiegen die Auftragseingänge: um 120,9 Prozent auf 277,5 Millionen Euro. Diese Verdopplung sicherte die Auslastung der Baubetriebe auf Monate hinaus. Die Zahl der Beschäftigten im Berliner Baugewerbe wuchs parallel um 6,0 Prozent auf 12.318 Personen.
Was das für Investoren bedeutete
Die Zahlen sendeten gemischte Signale. Einerseits bestätigte die hohe Nachfrage die Attraktivität des Standorts. Bestandsimmobilien profitierten von steigenden Vergleichswerten. Andererseits trieb die volle Auslastung der Baufirmen die Baukosten. Fachkräfte und Material wurden knapper, Projekte konnten sich verteuern und verzögern.
Besonders in zentralen Bezirken wie Mitte war der Druck auf Baukapazitäten hoch. In aufstrebenden Lagen wie Lichtenberg wurde viel gebaut, bei gleichzeitig steigenden Preisen. Die Marktdaten zeigten: Investoren, die frühzeitig mit verlässlichen Baufirmen planten, konnten von der Dynamik profitieren.