Marktanalysen
Berliner Bauwirtschaft 2015
Berliner Baugewerbe im ersten Quartal 2015: Umsatz um fast 9 Prozent gestiegen
Die Baubranche in Berlin startet mit deutlichem Umsatzplus ins Jahr 2015. Laut Statistikamt legten Umsatz und Auftragseingänge im ersten Quartal zu, ein Indikator für die anhaltend hohe Nachfrage am Immobilienmarkt.
Peter Guthmann
Das Berliner Bauhauptgewerbe legt im ersten Quartal 2015 zu. Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg stieg der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten um 8,8 Prozent auf 434 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal.
Auftragslage und Beschäftigung
Die Auftragseingänge lagen bei 454,8 Millionen Euro, ein Plus von 6,2 Prozent. Das sichert die Auslastung der Betriebe für die kommenden Monate. Auch die Beschäftigtenzahl stieg: Im Schnitt arbeiteten 11.530 Personen pro Monat im Bauhauptgewerbe, 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Pro Beschäftigtem erwirtschafteten die Betriebe 37.644 Euro Umsatz im Quartal, ein Anstieg von 5,5 Prozent.
Was die Zahlen über den Immobilienmarkt sagen
Die Bauwirtschaft reagiert auf die hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerberaum in Berlin. Der Zuzug in die Hauptstadt hält an, die Finanzierungsbedingungen sind günstig, Flächen werden gebraucht. Die steigenden Aufträge sind ein Indikator für die allgemeine Marktentwicklung.
Für Investoren ergeben sich daraus zwei Perspektiven. Erstens: Neubauaktivität schafft zusätzliche Wohnungen in Berlin, was neue Anlageobjekte auf den Markt bringt. Zweitens: Die rege Bautätigkeit in Bezirken wie Mitte oder Friedrichshain-Kreuzberg erhöht die Gesamtqualität des Bestands und stützt die Wertentwicklung.
Die vollen Auftragsbücher der Bauunternehmen lassen erwarten, dass die Bautätigkeit 2015 auf hohem Niveau bleibt.