Marktanalysen
Bauhauptgewerbe Berlin
Berliner Bautätigkeit: Hochbau treibt Umsätze im Oktober 2015
Das Berliner Bauhauptgewerbe verzeichnete im Oktober 2015 ein Umsatzplus von 4,1 Prozent. Der Hochbau stieg zweistellig, während die Produktivität je Beschäftigtem um 7,1 Prozent zulegte.
Peter Guthmann
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat neue Zahlen zum Berliner Bauhauptgewerbe veröffentlicht. Die Daten für Oktober 2015 zeigen: Die Branche wächst, und der Hochbau ist der Grund dafür.
207 Millionen Euro Umsatz im Oktober
Berliner Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten setzten im Oktober 2015 insgesamt 207,3 Millionen Euro um. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Zuwachs kam fast ausschließlich aus dem Hochbau, also dem Neubau von Wohn- und Geschäftsgebäuden.
Hochbau: plus 12,6 Prozent
Der Hochbau legte um 12,6 Prozent zu und glich damit den Rückgang im Tiefbau von 6,0 Prozent mehr als aus. Dieser Anstieg passt zur hohen Nachfrage nach neuen Wohnungen in Berlin. Die Marktdaten bestätigen eine anhaltend rege Bautätigkeit, besonders in Bezirken wie Pankow und Lichtenberg.
Weniger Personal, höhere Produktivität
Ein auffälliges Detail: Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,8 Prozent auf 11.876 Personen. Gleichzeitig stieg der Umsatz je Beschäftigtem um 7,1 Prozent auf 17.453 Euro. Auch die geleisteten Arbeitsstunden gingen leicht zurück, um 1,7 Prozent auf 1,3 Millionen. Die Betriebe bauten also mit weniger Leuten mehr.
Auftragslage stabil
Die Auftragseingange lagen mit 203,3 Millionen Euro nur 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Niveau bleibt hoch und deutet auf volle Auftragsbücher für die kommenden Monate hin.
Für Investoren und Eigentümer heißt das: Der Bauboom in Berlin hält an. Gleichzeitig kann die hohe Auslastung der Baufirmen zu steigenden Baukosten und längeren Wartezeiten führen, was bei der Kalkulation neuer Projekte eine Rolle spielt.