Stadtentwicklung
Grünflächenentwicklung Tempelhof
Tempelhofer Feld: Erste Bäume gepflanzt, Wasserbecken geplant
Mit 26 Gleditschien am Alten Hafen startet 2013 die Bepflanzung des Tempelhofer Feldes. Bis 2016 sollen 192 Bäume stehen, langfristig über 1.500.
Peter Guthmann
Der erste Baum auf dem Tempelhofer Feld ist gepflanzt. Staatssekretär Christian Gaebler gab den Startschuss für die Gestaltung der Parklandschaft auf dem ehemaligen Flughafengelände. Was seit der Öffnung 2010 fehlte, waren schattige Plätze. Das ändert sich jetzt.
26 Bäume als Anfang
Im Frühling 2013 werden zunächst 26 Bäume im Bereich des Alten Hafens gepflanzt. Bis 2016 soll die Zahl auf 192 steigen, langfristig sind über 1.500 Bäume für die gesamte Fläche vorgesehen. Die Wahl fiel auf die Gleditschie, eine Baumart, die mit den Bedingungen auf dem Feld zurechtkommt: Wind, Trockenheit, stark verdichteter Boden, extreme Temperaturen im Sommer und Winter.
Die Landschaftsarchitekten Gross.max planen neben den Bäumen auch Bänke und neue Wegeverbindungen in den quartiersnahen Randbereichen. Diese Pläne gehen auf Wünsche aus öffentlichen Dialogen und Workshops mit Berlinern zurück.
Wasserbecken mit Regenwasser
Noch 2013 soll außerdem der Bau eines großen Wasserbeckens beginnen. Laut Staatssekretär Gaebler wird es mit Regenwasser gespeist, das bisher ungenutzt in die Kanalisation abfloss. Das Becken soll die Verdunstung erhöhen und damit das Mikroklima verbessern. Zusätzlich dient das Wasser der Parkbewässerung und später auch für Wasserspielelemente.
Wirkung auf die umliegenden Wohnlagen
Das Tempelhofer Feld grenzt an Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Investitionen in öffentliche Grünflächen wirken sich erfahrungsgemäß auf die Nachfrage nach Wohnraum im Umfeld aus. Ob sich das in den Preisen für Wohnungen niederschlägt, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der weiteren politischen Diskussion über eine mögliche Randbebauung des Feldes. Die Marktdaten für die angrenzenden Bezirke zeigen jedenfalls bereits steigende Nachfrage.
Die Bepflanzung ist ein erster, sichtbarer Schritt. Die größeren Fragen, ob und wie am Rand des Feldes gebaut wird, sind damit noch nicht beantwortet.