Stadtentwicklung
Projektentwicklung in Berlin-Neukölln
Estrel Tower: 176-Meter-Hochhaus an der Neukoellner Sonnenallee geplant
Das Estrel Hotel plant an der Sonnenallee einen 176 Meter hohen Turm mit über 700 Zimmern auf 50 Stockwerken. Ein Architekturwettbewerb läuft, die Entscheidung soll Anfang 2014 fallen.
Peter Guthmann
An der Neukoellner Sonnenallee 228 plant das Estrel Hotel einen Turm, der mit 176 Metern zum höchsten bewohnbaren Gebäude Berlins werden könnte. Das Bezirksamt hat das B-Plan-Verfahren für das über 30.000 m² große Grundstück bereits eingeleitet, doch öffentlich war davon lange kaum etwas zu hören.
Vom gescheiterten Shopping-Center zum Hotelturm
Die Idee, das Gelände des bestehenden Estrel Congress & Messe Centers zu erweitern, ist nicht neu. Bereits vor einigen Jahren gab es Pläne für ein Veranstaltungszentrum, finanziert durch ein integriertes Shopping-Center. Die damalige Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer lehnte das ab: unvereinbar mit dem Einzelhandelskonzept des Senats. Die neuen Pläne verzichten auf großflächigen Einzelhandel und setzen voll auf Hotellerie.
50 Stockwerke, über 700 Zimmer
Die aktuellen Entwürfe gehen über die früheren Pläne hinaus: 50 Stockwerke, über 700 Zimmer, 176 Meter Höhe. Ein Gebäude dieser Dimension würde die Berliner Skyline verändern. Ob der Bezirk Neukölln der Gebäudehöhe zustimmt, war 2013 allerdings noch offen.
Im Rahmen des B-Plan-Verfahrens wurde ein Ideenwettbewerb ausgelobt, getragen von Estrel Berlin, dem Bezirksamt Neukölln, dem Berliner Senat und der Architektenkammer Berlin. Sechs Architekturbüros reichten Entwürfe ein. Die Jury sollte voraussichtlich im ersten Quartal 2014 entscheiden.
Auswirkungen auf das Umfeld
Ein Hotelprojekt dieser Größenordnung würde das direkte Umfeld an der Sonnenallee aufwerten. Davon betroffen wären sowohl Gewerbeimmobilien als auch Wohnungen in der Nachbarschaft. Die verbesserte Infrastruktur und höhere Frequenz könnten die Nachfrage und damit die Preise in Teilen von Neukölln mittelfristig verändern. Für Eigentümer und Investoren in der Gegend lohnte es sich, die weitere Entwicklung des Projekts zu beobachten.