Stadtentwicklung
Stadtentwicklung Berlin
Masterplan Tegel: Forschungs- und Industriepark für 460 Hektar
Im Rahmen der 6. Standortkonferenz wurde der Masterplan für die Nachnutzung des Flughafens Tegel vorgestellt. Auf dem Gelände soll ein Zentrum für Urban Technologies entstehen.
Peter Guthmann
Im Amerikahaus wurde im Rahmen der 6. Standortkonferenz der Masterplan für die Nachnutzung des Flughafens Tegel vorgestellt. Die Grundlage bildeten die Ergebnisse eines Werkstattverfahrens mit international renommierten Planerteams vom Frühjahr 2012. Auf dem rund 460 Hektar großen Gelände soll nach der Schließung ein Forschungs- und Industriepark entstehen.
Urban Technologies als Leitbild
Das Konzept sieht ein Zentrum für Urban Technologies vor. Dort sollen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups an Lösungen für die Städte der Zukunft arbeiten. Stadtentwicklungssenator Michael Müller bezeichnete die Planung als komplexe Herausforderung, betonte aber, dass der Masterplan eine verbindliche und gleichzeitig flexible Grundlage für die Realisierung schaffe.
Auswirkungen auf die umliegenden Bezirke
Das Projektareal liegt hauptsächlich in Reinickendorf und grenzt an Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Ansiedlung eines Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes dieser Größe wird die Nachfrage nach Wohnungen im Norden und Westen Berlins beeinflussen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Infrastruktur, von Verkehrsanbindungen bis zu sozialen Einrichtungen.
Abhängigkeit vom BER
Die Umsetzung des Masterplans hängt an der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg (BER). Erst wenn der gesamte Flugverkehr nach Schönefeld verlagert ist, kann Tegel vom Netz gehen und die Flächen können freigegeben werden. Angesichts der jüngsten Verschiebungen beim BER-Eröffnungstermin bleibt der genaue Zeitplan für das Tegel-Projekt offen.