Stadtentwicklung
Immobilienentwicklung rund um den BER
Flughafen BER: Fortschritte beim Brandschutz, Eröffnungstermin bleibt Herbst 2013
Die Flughafengesellschaft meldet Lösungen für die Brandschutzprobleme am BER. Technik-Chef Amann hält am Eröffnungstermin fest, nennt ihn aber keinen Selbstläufer.
Peter Guthmann
Laut einer Pressemitteilung der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH zeichnen sich Lösungen für die technischen Probleme ab, die zur Verschiebung des BER-Eröffnungstermins von Juni 2012 auf den 27. Oktober 2013 geführt hatten.
Die vier Problemfelder
Die Flughafengesellschaft hat Lösungsansätze für vier zentrale Bereiche vorgestellt:
Die Entrauchungsanlage im Mainpier wird an vier Stellen umgebaut. Die Entrauchung soll künftig geschossweise statt geschossübergreifend erfolgen. Im Mainpier Mitte bleibt es bei einer geschossübergreifenden Lösung, deren Funktion mit Heißgasrauchversuchen nachgewiesen werden soll.
Bei der Gepäckförderanlage werden zusätzliche Rauchabschlüsse an den ebenenwechselnden Förderbändern eingebaut. Das soll verhindern, dass sich Rauch zwischen den Geschossen ausbreitet.
Das Schließsystem arbeitet vollautomatisch per Keycard ohne Schlüssel. Die Flughafengesellschaft muss der Genehmigungsbehörde die Funktion auch bei Stromausfall nachweisen. Dasselbe System ist laut Betreiber bereits am Flughafen Frankfurt im Einsatz.
Die Sprinkleranlage wird nicht umgebaut. Stattdessen soll ein Nachweis der Systemzuverlässigkeit erbracht werden.
Was das für den Immobilienmarkt bedeutet
BER-Technikchef Horst Amann hält am Eröffnungstermin Herbst 2013 fest, bezeichnete ihn aber als keinen Selbstläufer. In den angrenzenden Lagen wie Schönefeld, Bohnsdorf, Lichtenrade und dem südlichen Neukölln sind die Preise für Wohnungen bereits gestiegen. Die Verzögerungen hatten zuletzt für Verunsicherung bei Käufern gesorgt.
Bei Investitionsentscheidungen in der Region spielen neben dem Eröffnungstermin auch die künftigen Lärmemissionen eine Rolle. In den Einflugschneisen können sie den Wert von Immobilien beeinflussen. Die Veröffentlichung detaillierter Lärmschutzkarten und die Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen bleiben daher ein relevanter Faktor für die Marktentwicklung am Standort.