Marktanalysen
Berliner Immobilienmarkt 2015
Berliner Immobilienmarkt 2015: Rekordumsatz von 16,8 Milliarden Euro
Der Gutachterausschuss meldet für 2015 einen Geldumsatz von 16,8 Milliarden Euro. Besonders die Zahl der Eigentumswohnungsverkaeufe stieg deutlich, um 15 Prozent.
Peter Guthmann
Der Berliner Immobilienmarkt hat 2015 ein Rekordjahr verzeichnet. Laut Gutachterausschuss für Grundstueckswerte in Berlin wurde über alle Marktsegmente hinweg ein Geldumsatz von 16,8 Milliarden Euro erzielt.
Deutlich mehr Wohnungsverkaeufe
Der Anstieg wurde vor allem vom Wohnungssegment getragen. Die Zahl der Kauffaelle bei Ein- und Zweifamilienhaeusern sowie Eigentumswohnungen stieg um 15 Prozent. Allein bei Eigentumswohnungen kletterte die Zahl der Verkaeufe von 17.437 im Jahr 2014 auf 20.141 im Jahr 2015, also fast 400 Transaktionen pro Woche. Der Geldumsatz in diesem Segment wuchs um 29 Prozent, von rund 3,5 Milliarden auf über 4,5 Milliarden Euro.
Rechnerisch lag das Volumen einer durchschnittlichen Wohnungstransaktion 2015 bei 224.000 Euro gegenüber 200.000 Euro im Vorjahr. Der Gutachterausschuss weist allerdings darauf hin, dass sich aus diesen Durchschnittswerten keine direkte Preisentwicklung ableiten lässt. Zufaellige Verschiebungen in der raeumlichen Verteilung und Qualität der verkauften Objekte verzerren solche Betrachtungen.
Nettokaltmieten steigen, Nebenkosten sinken
Auch auf dem Mietmarkt gab es Bewegung. Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg stiegen die Nettokaltmieten im Februar 2016 im Jahresvergleich um durchschnittlich 1,6 Prozent, etwas schneller als in den Vormonaten (1,5 Prozent). Gleichzeitig sanken die Nebenkosten um 4,0 Prozent, vor allem wegen gefallener Energiepreise. Heizoel war im Februar 34,5 Prozent günstiger als im Vorjahr. Unter dem Strich stiegen die Bruttowarmmieten dadurch nur um 0,9 Prozent.
Mit 20.141 Eigentumswohnungs-Verkäufen (fast 400 pro Woche) und 16,8 Milliarden Euro Geldumsatz war der Berliner Markt 2015 außergewöhnlich liquide, sowohl bei Käufen als auch bei Mieten. In Bezirken wie Mitte dürften die Preise weiter über dem städtischen Durchschnitt liegen.