Marktanalysen
Marktanalyse Anfang 2012
Berliner Immobilienpreise 2012: Kaufpreise steigen schneller als Mieten
Steigende Quadratmeterpreise, niedrige Zinsen und wachsende Bevölkerung prägen Anfang 2012 den Berliner Wohnungsmarkt. Investoren setzen zunehmend auf langfristige Wertsteigerung.
Peter Guthmann
Der Berliner Wohnungsmarkt startet mit steigenden Preisen ins Jahr 2012. Das Interesse an Wohnimmobilien in der Hauptstadt ist ungebrochen, getrieben von niedrigen Zinsen, einer wachsenden Bevölkerungszahl und der Anziehungskraft Berlins für nationale wie internationale Käufer.
Kaufpreise ziehen stärker an als Mieten
Während die Kaufpreise pro Quadratmeter spürbar steigen, ziehen die Mieten moderater nach. Laut unseren Marktdaten sinkt dadurch die anfängliche Mietrendite für neu erworbene Objekte. Für Investoren verschiebt sich der Fokus: Statt kurzfristiger Rendite steht zunehmend die langfristige Wertsteigerung im Vordergrund.
In etablierten Innenstadtlagen sind kaum noch Preisverhandlungen möglich. Insbesondere in Mitte und Prenzlauer Berg haben die Quadratmeterpreise ein Niveau erreicht, das mit anderen europäischen Metropolen vergleichbar ist.
Welche Lagen Investoren im Blick haben
Neben den Premiumlagen rücken Bezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln stärker in den Fokus. Dort liegen die Einstiegspreise niedriger, und Investoren rechnen mit Aufholpotenzial. Gleichzeitig deutet sich am Gewerbemarkt eine Belebung an: Sinkende Leerstände bei Büro- und Handelsflächen sprechen für eine wachsende Nachfrage auch in diesem Segment.
Wer Anfang 2012 Wohnungen in Berlin sucht, findet einen Markt, der vor allem durch sein langfristiges Wertsteigerungspotenzial gekennzeichnet ist. Entscheidend bleibt die sorgfältige Analyse von Lage und Objektqualität.