Marktanalysen
Gutachterausschuss H1 2015
Berliner Immobilienmarkt H1 2015: 31 Prozent mehr Kaufverträge, Preise über 10 Prozent im Plus
Der Gutachterausschuss meldet für das erste Halbjahr 2015 einen Rekord: 16.042 Kaufverträge, 6,3 Milliarden Euro Geldumsatz. Über alle Teilmärkte stiegen die Preise um mindestens 10 Prozent.
Peter Guthmann
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat die Zahlen für das erste Halbjahr 2015 vorgelegt. Das Ergebnis: 16.042 Kaufverträge, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Geldumsatz stieg sogar um 43 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro.
Eigentumswohnungen mit dem grössten Anteil
Rund zwei Drittel aller Verkäufe entfielen auf Eigentumswohnungen. 10.520 Kauffälle bedeuten einen Anstieg von 39 Prozent. Der Geldumsatz in diesem Segment legte um 57 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Besonders in gefragten Lagen innerhalb des S-Bahn-Rings, etwa in Neukölln oder Mitte, zogen die Preise spürbar an.
Ein- und Zweifamilienhäuser ebenfalls im Plus
Bei bebauten Grundstücken dominieren Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Anteil von 67 Prozent. Die Kauffallzahlen stiegen um 33 Prozent auf 1.426, der Geldumsatz um 45 Prozent auf 0,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage konzentriert sich hier auf die grüneren Randbezirke mit guter Anbindung.
Preisanstieg von mindestens 10 Prozent
Über alle Teilmärkte hinweg verzeichnet der Gutachterausschuss einen Preisanstieg von mindestens 10 Prozent gegenüber 2014. Berlin schliesst damit die Preislücke zu anderen deutschen Metropolen wie München oder Hamburg weiter.
Staatssekretär fordert mehr Bauland
Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär für Bauen und Wohnen, kommentierte den Bericht: "Die Preissteigerungen auf dem Grundstücksmarkt machen deutlich, dass dringend mehr Bauland geschaffen werden muss." Die Nachfrage wächst schneller als das Angebot, und solange die Neubauaktivität nicht deutlich zulegt, dürfte sich an dieser Dynamik wenig ändern.