Stadtentwicklung
Wohnungsbaupolitik Berlin
Stadtentwicklungsplan Wohnen 2013: 25 Projekte, 38.000 Wohnungen, zwölf Jahre
Der Berliner Senat hat den Entwurf des Stadtentwicklungsplans Wohnen vorgestellt. 25 Projekte über das Stadtgebiet verteilt sollen bis 2025 rund 38.000 Neubauwohnungen liefern.
Peter Guthmann
Am 11. Januar 2013 stellte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den Entwurf des neuen Stadtentwicklungsplans (StEP) Wohnen vor. Der Plan reagiert auf den wachsenden Wohnungsdruck in der Hauptstadt und legt fest, wo in den kommenden zwölf Jahren gebaut werden soll.
Die Zahlen im Überblick
In 25 Einzelprojekten sollen berlinweit rund 38.000 Neubauwohnungen entstehen. Die Vorhaben verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet und sind zeitlich gestaffelt. Kleinere Projekte wie Gleisdreieck, Oberspree, Karlshorst und Johannisthal/Adlershof sollen bereits bis 2016 umgesetzt werden. Der Schwerpunkt der Bautätigkeit liegt im Zeitraum 2017 bis 2025.
Das kleinste Vorhaben umfasst 430 Einheiten in der Spreestadt Charlottenburg. Das umstrittenste: 4.700 Wohnungen am Rand des Tempelhofer Feldes, gegen die sich bereits Bürgerinitiativen formieren.
Die größten Projektstandorte
Die flächenmäßig größten Entwicklungsschwerpunkte liegen laut Senatsverwaltung an der Oberspree, in Lichterfelde Süd, in Buch, am Gleisdreieck und in der historischen Mitte rund um den Alexanderplatz. Diese Vorhaben werden nicht nur neue Wohnungen schaffen, sondern auch die Infrastruktur und den Charakter ganzer Stadtteile verändern. Wie sich die Marktentwicklung in diesen Gebieten konkret gestaltet, hängt allerdings von der tatsächlichen Realisierung ab.
Noch ein Entwurf
Der StEP Wohnen ist zum Zeitpunkt der Vorstellung ein Entwurf, der sich im Abstimmungsverfahren noch verändern kann. Die Senatsverwaltung hält sich mit Details zu einzelnen Flächen und Standorten deshalb noch zurück. Der Plan soll noch 2013 beschlossen werden. Für Eigentümer benachbarter Bestandsimmobilien und für Investoren, die Standorte frühzeitig bewerten wollen, lohnt sich ein Blick auf die Bezirksdaten in Mitte und Lichtenberg, wo mehrere der geplanten Projekte liegen.