Ratgeber
Betriebskosten für Immobilien
Stromtarife für Berliner Immobilien: Raus aus der Grundversorgung
Viele Immobilienbesitzer in Berlin zahlen den teuren Grundversorgungstarif. Ein Wechsel ist mit zwei Wochen Kündigungsfrist unkompliziert und senkt die Nebenkosten.
Peter Guthmann
Die Strompreise steigen weiter, obwohl der Wettbewerb auf dem Markt wächst. Viele Käufer von Wohnungen in Berlin bleiben nach dem Erwerb aus Bequemlichkeit im Grundversorgungstarif. Das ist der Standardtarif, den jedes Energieversorgungsunternehmen anbieten muss, in der Regel aber nicht die günstigste Option.
Wechsel aus der Grundversorgung
Grundversorgungstarife können mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigungsformaliäten. Eigentümer, die ihre Betriebskosten im Griff behalten wollen, sollten diesen Schritt als festen Bestandteil ihrer Verwaltung einplanen.
Welcher Tarif passt
Je nach Nutzung der Immobilie kommen unterschiedliche Tarifmodelle in Frage:
Online-Tarife sind oft günstiger, weil die Anbieter Verwaltungskosten sparen. Kommunikation und Rechnungsstellung laufen komplett digital. Telefonische Beratung gibt es meist nicht.
Staffeltarife lohnen sich, wenn der Jahresverbrauch gut kalkulierbar ist, etwa bei einem Mehrfamilienhaus oder einer Gewerbeeinheit. Der Preis pro Kilowattstunde sinkt ab einer bestimmten Verbrauchsstufe.
Tarife ohne Grundgebühr rechnen nur den tatsächlichen Verbrauch ab. Das ist interessant für Ferienwohnungen oder Objekte, die zeitweise leerstehen, etwa während einer Sanierung.
Unabhängige Vergleichsportale im Internet bieten eine transparente Übersicht über die verfügbaren Angebote.