Marktanalysen
IW-Studie zum Kleinwohnungssegment
Mietpreise für Studentenwohnungen in Berlin steigen um 30 Prozent in fünf Jahren
Keine deutsche Großstadt verzeichnet einen so starken Mietanstieg bei Studentenwohnungen wie Berlin. Eine neue Studie des IW Köln zeigt die Gründe und was dies für den lokalen Immobilienmarkt bedeutet.
Peter Guthmann
In keiner anderen deutschen Großstadt sind die Mieten für Studentenwohnungen so stark gestiegen wie in Berlin. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln legten die Angebotsmieten im Kleinwohnungssegment zwischen 2010 und 2015 um knapp 30 Prozent zu.
Weniger Angebot, mehr Nachfrage
Die Studienautoren nennen zwei Hauptgründe: Erstens wächst die Zahl junger Menschen und Studienanfänger in Berlin kontinuierlich. Zweitens hat sich das Angebot an inserierten Wohnungen in Berlin zwischen 2010 und 2015 um mehr als ein Drittel reduziert. Mehr Studierende konkurrieren also um deutlich weniger verfügbare Wohnungen.
Berliner Mietniveau noch unter München und Hamburg
Trotz des starken Anstiegs lag der durchschnittliche Kaltmietpreis für eine typische 30-Quadratmeter-Studentenwohnung in Berlin bei 6,48 Euro pro Quadratmeter. Damit blieb die Hauptstadt 2016 unter dem Niveau anderer Universitätsstädte wie München oder Hamburg, die höhere Quadratmeterpreise aufwiesen, aber geringere Wachstumsraten verzeichneten.
Relevanz für Eigentümer und Investoren
Die steigende Nachfrage nach Kleinwohnungen macht das Segment für Investoren interessant. Besonders in universitätsnahen Lagen und in bei Studierenden beliebten Bezirken wie Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg bleibt die Nachfrage hoch. Die Marktentwicklung zeigt, dass sich an diesem Verhältnis von Angebot und Nachfrage in den Folgejahren wenig geändert hat.