Marktanalysen
Berliner Tourismusmarkt 2015
Berliner Tourismus wächst stärker als der Bundesdurchschnitt
Übernachtungszahlen in Berlin steigen im Februar 2015 um 8,6 Prozent, stärker als im Rest Deutschlands. Ausländische Gäste legen besonders zu. Was der Tourismus-Boom für den Wohnungsmarkt bedeutet.
Peter Guthmann
Laut Statistikamt Berlin-Brandenburg meldeten die Berliner Hotels und Hostels im Februar 2015 rund 1,8 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 7 Prozent. Pro Nacht hielten sich damit allein in den offiziellen Beherbergungsbetrieben rund 65.000 Gäste in der Stadt auf.
Ausländische Gäste treiben das Wachstum
Besonders auffällig: Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Besucher stieg um 10,9 Prozent, die der inländischen um 6,7 Prozent. Laut Statistikamt trugen vor allem Gäste aus Grossbritannien und Israel zum Wachstum bei. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb unverändert bei 2,3 Tagen.
Was das für den Wohnungsmarkt bedeutet
Der wachsende Tourismus erhöht die Nachfrage nach Unterkünften aller Art. Das betrifft nicht nur Hotels, sondern auch möblierte Apartments und Ferienwohnungen. Für Eigentümer in touristisch gefragten Lagen wie Mitte oder Friedrichshain-Kreuzberg ist das relevant, auch wenn das Zweckentfremdungsverbot die Kurzzeitvermietung inzwischen einschränkt.
Langfristig stärkt der Tourismus Berlins Ruf als internationale Metropole. Das zieht nicht nur Gäste an, sondern auch Fachkräfte und Unternehmen. Beides erhöht die Nachfrage nach Wohnungen in Berlin und stützt die Preisentwicklung.
Profitieren auch Randlagen?
Während die klassischen Tourismusbezirke weiterhin im Zentrum stehen, ziehen auch Stadtteile wie Neukölln ein internationales Publikum an. In der Gastronomie und im Einzelhandel macht sich das bereits bemerkbar. Für Immobilieneigentümer in diesen Kiezen wirkt sich die steigende Frequenz positiv auf die Standortqualität aus.