Marktanalysen
Baugenehmigungen Berlin 2015
22.365 Wohnungen in Berlin genehmigt, 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr
Die Berliner Bauaufsichtsbehoerden genehmigten 2015 den Bau von ueber 22.000 Wohnungen. Den staerksten Zuwachs gab es beim Ausbau von Bestandsgebaeuden mit einem Plus von 56 Prozent.
Peter Guthmann
Die Berliner Bauaufsichtsbehoerden haben im Jahr 2015 insgesamt 22.365 Bauantraege genehmigt. Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg sind das 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Bestandsausbau legt am staerksten zu
Das groesste Plus gab es bei Bauantraegen für Maßnahmen an bestehenden Gebaeuden, also Dachgeschossausbauten oder Nutzungsaenderungen. Dadurch kommen 4.430 zusaetzliche Wohnungen auf den Markt, ein Anstieg um 56,1 Prozent gegenüber 2014.
17.935 der genehmigten Wohnungen entstehen als Neubauten, ein Plus von 9,6 Prozent. Davon ist ein Drittel (6.061) als Eigentumswohnung geplant. 15.961 Wohnungen entstehen in Mehrfamilienhaeusern, das sind 89,0 Prozent aller Genehmigungen und 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Ein- und Zweifamilienhaeusern ging die Zahl dagegen um 9,0 Prozent auf 1.853 zurück.
Wo am meisten gebaut wird
Die meisten Genehmigungen entfielen auf die Bezirke Treptow-Köpenick, Mitte und Lichtenberg. Diese Bezirke bieten sowohl Flaechenreserven für groessere Projekte als auch Potenzial für Maßnahmen im Bestand.
Annaeherung an das Niveau der 1990er Jahre
Mit 22.365 genehmigten Wohnungen naehert sich die Bautaetigkeit dem Niveau der Bauboom-Jahre nach der Wiedervereinigung. Das damalige Maximum lag 1995 bei 29.457 Genehmigungen. Die veranschlagten Baukosten aller Vorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau betragen 3,6 Milliarden Euro, ein Rückgang um 4,6 Prozent gegenüber 2014, was auf eine veraenderte Struktur der Projekte hindeuten könnte.
Für Investoren bestätigen die Zahlen: Mit 22.365 Genehmigungen erreicht die Bautätigkeit ein Niveau, das es seit 1995 (29.457) nicht mehr gab, getragen von einer Nachfrage, die in den Innenstadtbezirken weiter über dem Angebot liegt.