Marktanalysen
Berliner Wohnungsmarkt
Bevölkerungswachstum 2014: Berlins Nachfrage nach Wohnraum steigt um 20.000 Einheiten
Berlin wuchs 2014 um 48.000 Menschen. Über 90 Prozent des Zuzugsgewinns kamen aus dem Ausland. Der BBU leitet daraus einen Neubaubedarf von mindestens 20.000 Wohnungen ab.
Peter Guthmann
Zum 31. Dezember 2014 lebten rund 3,47 Millionen Menschen in Berlin. Das sind 48.000 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt. Der Zuwachs liegt damit auf dem Niveau der beiden Vorjahre.
Zuzug aus dem Ausland als Haupttreiber
174.000 Menschen zogen 2014 nach Berlin, 134.000 verließen die Stadt. Der Wanderungssaldo: plus 40.000. Über 90 Prozent dieses Zuzugsgewinns gehen laut Statistikamt auf Zuwanderung aus dem Ausland zurück. Hinzu kamen 37.400 Geburten bei 32.300 Sterbefällen, also ein Geburtenüberschuss von rund 5.100.
BBU: 20.000 neue Wohnungen nötig
Der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen leitet aus den Zahlen einen rechnerischen Neubaubedarf von mindestens 20.000 Wohnungen ab. Die steigende Nachfrage trifft auf ein Angebot, das nur langsam wächst. Der BBU betont, dass es angesichts der vielen Kinder und des Zuzugs aus Krisenregionen vor allem um bezahlbaren Neubau gehe.
Wo der Druck am größten ist
Der Zuzug konzentriert sich auf bestimmte Gebiete. Innerstadtbezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow spüren den Druck besonders. Verfügbarer Wohnraum wird knapper, die Leerstandsquoten sinken.
Für Eigentümer in diesen Lagen bedeutet das eine stabile Vermietungssituation. Für den Gesamtmarkt treibt der Nachfrageüberhang die Preise und Mieten weiter nach oben.