Marktanalysen
Amtliche Statistik zum Berliner Wohnungsmarkt
Berliner Wohnungsbestand wächst 2013 um 6.177 Einheiten auf 1,88 Millionen
Das Amt für Statistik meldet: Ende 2013 gab es in Berlin 1.883.161 Wohnungen. Der Zuwachs von 6.177 Einheiten bleibt hinter der Nachfrage zurück. Pankow und Mitte führen.
Peter Guthmann
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat neue Zahlen zum Wohnungsbestand veröffentlicht. Zum 31. Dezember 2013 gab es in Berlin 1.883.161 Wohnungen, 6.177 mehr als ein Jahr zuvor. Sie verteilen sich auf 316.047 Gebäude. Über die Hälfte davon sind Ein- und Zweifamilienhäuser, rund ein Prozent sind Wohnheime und 1,5 Prozent der Wohnungen in Berlin befinden sich in Nichtwhngebäuden wie umgewandelten Gewerbeeinheiten.
Pankow und Mitte vorn
Im Bezirksranking nach Wohnungsbestand liegt Pankow auf Platz eins, gefolgt von Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf. Den kleinsten Bestand haben Spandau und Reinickendorf. Die meisten neuen Wohnungen entstanden 2013 ebenfalls in Pankow und Mitte, wo zahlreiche Neubauprojekte und Lückenschließungen realisiert werden.
Tempelhof-Schöneberg stagniert
Als einziger Bezirk verzeichnete Tempelhof-Schöneberg 2013 keinen Zuwachs an Wohnungen. Der Bestand blieb konstant. Für Investoren kann das auf einen gesättigten Markt hindeuten, aber auch auf ungenutztes Potenzial, falls Bauland mobilisiert wird.
Knapper Zuwachs bei starkem Zuzug
Der Nettozuwachs von rund 6.200 Wohnungen ist angesichts des anhaltenden Bevölkerungswachstums gering. Der Neubau hält nicht mit der Nachfrage Schritt, was den Druck auf Miet- und Kaufpreise aufrechterhält. Die aktuelle Marktentwicklung zeigt das deutlich: Einem langsam wachsenden Angebot steht eine hohe und weiter steigende Nachfrage gegenüber. Für Eigentümer bedeutet das Wertstabilität und gute Vermietungsperspektiven. Für Investoren unterstreichen die Bezirksdaten, wo gebaut wird und wo noch Entwicklungspotenzial besteht.