Marktanalysen
IVD-Immobilienreport 2008
IVD-Report 2008: Berlins Wohnungsbestand stagniert bei wachsender Bevölkerung
3.321 Wohnungen Nettozuwachs bei 1,89 Millionen Bestand: Der IVD-Report 2008 zeigt ein Missverhältnis zwischen Neubau und Zuzug in Berlin.
Peter Guthmann
Der Immobilienverband Deutschland (IVD) hat die Zahlen für 2008 vorgelegt: Berlins Wohnungsbestand wuchs um 3.321 Einheiten auf 1.890.837. Das entspricht einem Plus von 0,2 Prozent. In einer Stadt, die durch Zuzüge aus dem In- und Ausland wächst, ist das wenig.
Fertigstellungen und Abgänge
2008 wurden 3.048 neue Wohnungen fertiggestellt. Zusätzlich entstanden 1.010 Einheiten durch Umbauten an bestehenden Gebäuden. Dem stehen Abgänge durch Abriss und Nutzungsänderungen gegenüber. Unter dem Strich bleibt ein minimaler Nettozuwachs. Für den Berliner Wohnungsmarkt bedeutet das: Das Angebot wächst langsamer als die Nachfrage.
Gebäudestruktur
Von den 313.710 Wohngebäuden in Berlin sind etwa die Hälfte Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Großteil der Berliner Wohnungen befindet sich aber in Mehrfamilienhäusern, die das Stadtbild prägen.
Verteilung nach Bezirken
Mitte führt mit rund 190.000 Wohnungen. Auf Platz zwei liegt Friedrichshain-Kreuzberg mit etwa 145.000 Einheiten. Die hohen Zahlen spiegeln die Dichte der innerstadtnahen Lagen wider.
Nachfrage steigt weiter
Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg nimmt die Bevölkerung durch Zuzüge leicht zu. Junge Fachkräfte und Studierende aus ganz Europa ziehen nach Berlin. Bei nahezu stagnierendem Wohnungsbestand verschiebt sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Die Quadratmeterpreise in Berlin liegen 2009 noch unter denen vergleichbarer Großstädte.