Marktanalysen
LBS-Kaufpreisspiegel Q1 2016
Wohnungspreise in Berlin 2016: Mitte teuerste Lage, Marzahn-Hellersdorf günstigste
Eine Auswertung des LBS-Kaufpreisspiegels für Anfang 2016 zeigt deutliche Preisunterschiede bei Eigentumswohnungen zwischen den Berliner Bezirken. Mitte führt, Marzahn-Hellersdorf liegt am unteren Ende.
Peter Guthmann
Preisauswertung für gebrauchte Eigentumswohnungen
Das Marktforschungsinstitut empirica hat für den LBS-Kaufpreisspiegel die Verkaufsangebote aus Berliner Tageszeitungen und Online-Portalen im ersten Quartal 2016 ausgewertet. Das Ergebnis: In fast allen Bezirken haben die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen seit 2013 spürbar zugelegt. Niedrige Zinsen und der anhaltende Zuzug in die Hauptstadt sorgten für eine Nachfrage, die das Angebot an verfügbaren Wohnungen überstieg.
Mitte: teuerster Bezirk mit breiter Preisspanne
Die höchsten Angebotspreise wurden im Bezirk Mitte verlangt. Im Schnitt lagen sie bei 3.511 Euro pro Quadratmeter. Die Spanne reichte von 2.631 Euro bis 4.763 Euro pro Quadratmeter. Die zentrale Lage, gute Infrastruktur und hohe Nachfrage erklären das Preisniveau.
Marzahn-Hellersdorf: niedrigste Preise in der Stadt
Am anderen Ende der Skala lag Marzahn-Hellersdorf. Hier betrug der durchschnittliche Quadratmeterpreis 1.774 Euro, mit einer Spanne von 1.389 bis 2.249 Euro. Für Investoren, die auf Wertsteigerungen in preislich niedrig liegenden Bezirken setzten, war das ein relevanter Datenpunkt.
Auffällige Spreizung in Spandau
Bemerkenswert war die Preisspanne in Spandau. Am unteren Ende standen 1.714 Euro pro Quadratmeter, am oberen Ende 3.723 Euro. Dieser Spitzenwert übertraf sogar Tempelhof-Schöneberg, wo die Spanne bei 2.053 bis 3.610 Euro lag. Solche Unterschiede innerhalb eines Bezirks zeigen, wie stark Mikrolage, Baualter und Ausstattung den Preis bestimmen.
Die vollständigen Preisdaten finden Sie in unserem Marktbericht.