SPD und CDU haben sich im Rahmen der Koalitionsverhandlungen geeinigt: Ab dem 1. April 2012 steigt die Grunderwerbsteuer in Berlin von 4,5 auf 5,0 Prozent. Der SPD-Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg hatte sich für 7 Prozent eingesetzt. Der Kompromiss liegt deutlich darunter.
Was das in Euro bedeutet
Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro steigt die Steuerlast von 22.500 auf 25.000 Euro. Die 2.500 Euro Differenz sind aus Eigenkapital zu leisten, da Banken die Grunderwerbsteuer nicht mitfinanzieren. Das gilt für alle Transaktionen, vom einzelnen Apartment bis zum Mehrfamilienhaus.
Bis zur Föderalismusreform 2006 lag der Satz bundesweit einheitlich bei 3,5 Prozent. Seitdem können die Länder frei entscheiden. Berlin erhöhte erstmals zum 1. Januar 2007 auf 4,5 Prozent. Die jetzige Anhebung ist die zweite Erhöhung innerhalb von fünf Jahren. Zum Vergleich: Brandenburg liegt noch bei 3,5 Prozent. Wer Wohnungen in Berlin kaufen möchte, sollte diesen Unterschied in der Kalkulation berücksichtigen.
Stichtag beachten
Wer noch vom alten Satz profitieren will, muss den Kaufvertrag vor dem 1. April 2012 notariell beurkunden. Es ist davon auszugehen, dass die Berliner Notariate in den ersten Monaten 2012 eine hohe Nachfrage verzeichnen werden.
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