Marktanalysen
Berliner Immobilienmarkt
Berlins Randbezirke: Wo Investoren 2015 neue Standorte finden
Steigende Preise in der Innenstadt lenken den Blick auf Berlins Außenbezirke. Treptow-Köpenick und andere Lagen am S-Bahn-Ring gewinnen an Bedeutung, sofern die Verkehrsanbindung stimmt.
Peter Guthmann
Die Kaufpreise in Berlins zentralen Lagen steigen seit Jahren. In Mitte, Prenzlauer Berg und Charlottenburg wird es für Investoren zunehmend schwierig, Objekte mit attraktiven Renditen zu finden. Das verschiebt den Fokus auf Standorte außerhalb des S-Bahn-Rings, die noch vor wenigen Jahren kaum Beachtung fanden.
Treptow-Köpenick als Beispiel
Besonders der Südosten Berlins zieht Aufmerksamkeit auf sich. Treptow-Köpenick liegt auf dem Weg vom künftigen Flughafen BER in die Innenstadt und bietet mit Spree, Dahme und Müggelsee Wasserlagen, die bei Familien und Erholungssuchenden gefragt sind. Auch Teile von Neukoelln und Lichtenberg rücken stärker in den Blick.
Die Entwicklung ist nicht neu. Metropolen wie London und Paris haben sie bereits durchlaufen: Wo das Zentrum für Normalverdiener kaum noch erschwinglich ist, gewinnen die gut angebundenen Außenbezirke an Wert.
Verkehrsanbindung entscheidet
Der entscheidende Faktor bleibt die Infrastruktur. Ein günstiger Kaufpreis nützt wenig, wenn kein S- oder U-Bahn-Anschluss in der Nähe ist. Standorte entlang bestehender Trassen oder an Verkehrsknotenpunkten versprechen die stärkste Wertentwicklung. Neue Wohnungen in Berlin dürften deshalb verstärkt an solchen Lagen entstehen.
Was das für Eigentümer heißt
Für Eigentümer in den Außenbezirken ist die Entwicklung positiv: Ihre Immobilien gewinnen an Wert, wenn die Nachfrage aus der Innenstadt in die Peripherie ausweicht. Wer über einen Wohnungsverkauf in einer dieser Lagen nachdenkt, findet derzeit ein wachsendes Käuferinteresse vor.
Investoren mit längerem Anlagehorizont können von den noch moderaten Einstiegspreisen profitieren, vorausgesetzt, sie prüfen die Anbindung und die lokale Marktentwicklung sorgfältig.