Ratgeber
Kapitalanlage Berlin 2009
Vermietete Wohnung als Kapitalanlage: Berliner Markt Ende 2009
Die Finanzkrise hat Anleger verunsichert. Vermietete Wohnungen in Berlin rücken als Alternative in den Blick, bei moderaten Kaufpreisen und steigender Nachfrage.
Peter Guthmann
Nach den Verwerfungen an den Aktienmärkten 2008 suchen Anleger nach stabileren Anlageformen. Die vermietete Wohnung ist eine davon. In Berlin treffen moderate Kaufpreise auf steigende Nachfrage nach Wohnraum, eine Konstellation, die es in München oder Hamburg so nicht mehr gibt.
Warum Berlin
Die Kaufpreise pro Quadratmeter liegen in Berlin noch unter denen anderer europäischer Hauptstädte. Gleichzeitig wächst die Stadt: Studierende, Kreative und Fachkräfte ziehen zu. Das stützt die Nachfrage nach Mietwohnungen. Die Marktdaten zeigen eine positive Preisentwicklung bei weiterhin niedrigem Ausgangsniveau.
Worauf es bei der Objektauswahl ankommt
Wer eine Wohnung als Kapitalanlage kauft, sollte über den Kaufpreis hinaus prüfen: Wie stabil sind die Mietverhältnisse? Ist die Miete marktgerecht? Können die Einnahmen die laufenden Kosten und künftige Instandhaltung decken? Ein Blick in die Protokolle der Eigentümerversammlungen und den Wirtschaftsplan lohnt sich.
Lagen mit Nachfrage
Die innerstadtnahen Bezirke verzeichnen die stärkste Nachfrage: Kreuzberg, Friedrichshain und Teile von Tempelhof-Schöneberg. In Neukölln steigt das Interesse: Die Nähe zu Kreuzberg und günstigere Einstiegspreise ziehen Anleger an. Rund um den 2008 stillgelegten Flughafen Tempelhof wird sich die Nutzung des Geländes auf die umliegenden Wohnquartiere auswirken.
Langfristiger Blick
Entscheidend für die Standortwahl bleiben Anbindung an den ÖPNV, Nahversorgung und die demografische Entwicklung des Kiezes. Kurzfristige Trends taugen wenig als Grundlage für eine Kaufentscheidung, die auf zehn oder zwanzig Jahre angelegt ist.