Ratgeber
Frist für Berliner Vermieter
Mietspiegel 2017: Frist für Überprüfung der Wohnlage endet im Februar
Bis Ende Februar können Berliner Vermieter und Mieter eine Überprüfung der Wohnlage im Mietspiegel beantragen. Die Ergebnisse fliessen in den neuen qualifizierten Mietspiegel 2017 ein.
Peter Guthmann
Berliner Vermieter haben nur noch bis Ende Februar Zeit, die Wohnlage ihrer Immobilie im Mietspiegel überprüfen zu lassen. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Das Recht steht auch Mietern zu. Die Anträge fliessen in die Erstellung des neuen qualifizierten Mietspiegels 2017 ein.
Was die Wohnlage für die Miete bedeutet
Die Wohnlage ist eines der zentralen Merkmale zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Der Berliner Mietspiegel unterscheidet zwischen einfachen, mittleren und guten Wohnlagen, basierend auf Kriterien wie Gebäudezustand, Wohnumfeld, Infrastruktur und Lärmbelastung. Für Vermieter ist die Einstufung direkt relevant: Sie bestimmt, welche Miete bei Neuvermietungen oder Mieterhöhungen zulässig ist. Eine veraltete Einstufung kann finanzielle Nachteile bedeuten.
Wie der Antrag funktioniert
Wer einen Antrag stellt, muss begründen, warum die aktuelle Zuordnung im Mietspiegel 2015 nicht mehr stimmt. Stichhaltige Argumente können sein: Sanierungen im Wohnumfeld, neue Parks, eine verbesserte Verkehrsanbindung. Gerade in Bezirken wie Neukölln oder Teilen von Friedrichshain-Kreuzberg hat sich das Umfeld in den letzten Jahren verändert. Eine Dokumentation dieser Veränderungen hilft beim Antrag.
Wer entscheidet?
Über die Anträge berät die Arbeitsgruppe Mietspiegel. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der Mieter- und Vermieterverbände, der Senatsverwaltung und dem beauftragten Forschungsinstitut. Die Ergebnisse fliessen direkt in die Datenerhebung für den kommenden Mietspiegel ein.
Der Mietspiegel 2017
Der Berliner Mietspiegel wird alle zwei Jahre aktualisiert. Der aktuelle stammt aus dem Jahr 2015. Die jetzt laufende Prüfphase bereitet den Mietspiegel 2017 vor, der dann wieder für zwei Jahre die Grundlage für Miethöhen in der Hauptstadt bildet. Streit zwischen Mietern und Vermietern um die richtige Miethöhe gibt es trotzdem regelmässig. Die Marktentwicklung und die konkreten Zahlen des Mietspiegels liefern aber eine belastbare Verhandlungsbasis für beide Seiten.