Marktanalysen
Soziale Wohnraumförderung Berlin
Über 1.000 geförderte Mietwohnungen: Berlins Bilanz für 2015
Berlin hat 2015 die Förderung von 1.014 neuen Sozialwohnungen realisiert und dafür 67 Millionen Euro bewilligt. Bis 2017 soll die Zahl auf 3.000 pro Jahr steigen.
Peter Guthmann
Der Berliner Senat hat seine Bilanz für die soziale Wohnraumförderung 2015 vorgelegt: 1.014 geförderte Neubauwohnungen, finanziert mit rund 67 Millionen Euro aus zinslosen Baudarlehen und einkommensorientierten Zuschüssen. Laut Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel wurden die verfügbaren Mittel "bis auf den letzten Cent" ausgeschöpft.
Die Nettokaltmiete dieser neuen Wohnungen liegt bei durchschnittlich 6,50 Euro pro Quadratmeter. Sie richten sich an einkommensschwache Haushalte.
Verdreifachung bis 2017 geplant
Die 1.014 Einheiten waren ein erstes Etappenziel. Mit dem Doppelhaushalt 2016/17 hat der Senat eine schrittweise Steigerung beschlossen: 2016 stehen Mittel für 2.500 geförderte Wohnungen bereit, ab 2017 sollen es jährlich 3.000 Neubauwohnungen mit Mietpreisbindung sein.
Geisel bezeichnete diese Aufstockung als Botschaft an einkommensschwache Haushalte in der Stadt.
Verteilung über die ganze Stadt
Die Förderprojekte verteilen sich über mehrere Bezirke. In innerststädtischen Lagen entstehen Wohnungen durch Lückenschließung und Nachverdichtung. In Außenbezirken wie Neukölln, Lichtenberg und Pankow werden größere Quartiere entwickelt, oft auf ehemaligen Konversionsflächen.
Was das für den freien Markt bedeutet
Die vollständige Ausschöpfung der Fördermittel zeigt, dass der Bedarf an Neubauprojekten hoch bleibt. Der geförderte Neubau erhöht das Gesamtangebot an Wohnraum, was laut Geisel auch den nicht preisgebundenen Markt entlasten soll. Die politische Fokussierung auf den Wohnungsbau beeinflusst Baugenehmigungen und Flächenausweisung und verändert damit die Rahmenbedingungen für private Investoren in den kommenden Jahren.