Marktanalysen
Umwandlungsstatistik 2015
17.431 Mietwohnungen in Eigentum umgewandelt: Die Berliner Bezirke im Vergleich
Laut Senatsverwaltung wurden 2015 in Berlin über 17.000 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg führen die Statistik an, in Marzahn-Hellersdorf waren es nur 26.
Peter Guthmann
Im Jahr 2015 sind in Berlin 17.431 Mieteinheiten in Eigentumswohnungen umgewandelt worden. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Katrin Schmidberger hervor. Die Zahlen zeigen eine deutliche Konzentration auf die Innenstadtbezirke.
Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg an der Spitze
Die meisten Umwandlungen gab es im Bezirk Pankow mit 3.749 Einheiten. Dahinter folgt Friedrichshain-Kreuzberg mit 3.406 Umwandlungen. Gerade in Lagen wie Prenzlauer Berg ist der gründerzeitliche Altbaubestand für Aufteiler attraktiv. Auch Charlottenburg-Wilmersdorf (2.872) und Mitte (2.246) verzeichnen hohe Zahlen. Gemeinsam ist diesen Bezirken, dass sie überwiegend innerhalb des S-Bahn-Rings liegen.
In den Außenbezirken sieht es anders aus. In Marzahn-Hellersdorf entstanden auf diesem Weg lediglich 26 neue Eigentumswohnungen. In Spandau (163) und Reinickendorf (206) blieb die Zahl ebenfalls niedrig. Die Bausubstanz dort, vor allem Großsiedlungen der 1960er bis 80er Jahre, eignet sich weniger für Aufteilungen als innerstädtischer Altbau.
Eigentumsquote steigt langsam
Die gesamtstädtische Eigentumsquote lag 2014 bei rund 22 Prozent. Für 2015 geht die Senatsverwaltung von einer leichten Erhöhung auf etwa 23 Prozent aus. Diese Quote umfasst allerdings sowohl selbstgenutzte als auch vermietete Wohnungen, die nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) aufgeteilt sind. Die Quote des tatsächlich selbstgenutzten Wohneigentums liegt mit rund 15 Prozent deutlich niedriger.
Was die Zahlen für den Markt bedeuten
Die Umwandlungsstatistik ist ein Gradmesser für die Attraktivität des Berliner Wohnungsmarkts. Kapitalanleger und Eigennutzer setzen auf die Aufteilung von Mehrfamilienhäusern als Investmentstrategie. Der Kontrast zu den landeseigenen Wohnungsgesellschaften ist bemerkenswert: Diese verkauften 2015 insgesamt nur 19 einzelne Eigentumswohnungen, keine davon nach einer Umwandlung.